Die Kardioanästhesie, Funktionsbereich in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin ist Teil des Integrierten Herzzentrums Oldenburg und steht unter der Leitung von Dr. med. Th. Augenstein.
Der Schwerpunkt der täglichen Arbeit liegt in der anästhesiologischen Betreuung von Patienten, die mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine operiert werden.
Historisch gesehen, läßt sich die Bezeichnung "Kardioanästhesie" bis in die 60-er Jahre zurückverfolgen. Der Weg vom Betäuber, vom Narkotiseur zum Anästhesisten, zum Arzt für perioperative Medizin kann an der Geschichte der Anästhesie für herzchirurgische Operationen sehr gut nachvollzogen werden. Neben Hypnose, Analgesie und Muskelrelaxation besteht die vornehmste Aufgabe des Kardioanästhesisten darin, in einem komplexen Geschehen für die Aufrechterhaltung der Homöostase zu sorgen. Aufrechterhaltung oder ggf. Wiederherstellung der Vitalfunktionen bedingt ein umfangreiches Monitoring. Moderne computerunterstützte Technik ermöglicht die erfolgreiche operative Behandlung auch des betagten polymorbiden Patienten. Besondere Sorgfalt gilt dem Herz-Kreislauf-System, weil das Herz selbst vom operativen Eingriff betroffen ist.
Im operativen Bereich werden jährlich über 2.200 Patienten anästhesiert. Davon werden ca. 1.600 Patienten einem Eingriff mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine unterzogen. Bei den anderen Operationen stellen Lunge und große arterielle Gefäße die Zielorgane dar.
Einen breiten Raum nimmt die operative Versorgung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen ein.
Rund um die Uhr steht ein erfahrener kardioanästhesiologischer Facharzt-Assistent dem Zentrum zur Verfügung. Zusammen mit dem Oberarzt im Hintergrunddienst kann das im Herzzentrum Oldenburg angebotene Spektrum jederzeit ohne jegliche Verzögerung anästhesiologisch betreut werden.
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