

Unter einer analen Inkontinenz können sich verschiedene Krankheiten verbergen, deren Ursache nicht primär das Kontinenzorgan ist. (Gutartig: Hämorrhoiden, Fisteln, Adenome, Rektumprolaps, Intussuszeption, Rektozelen und allgemein sogenannter "perineal descent"; Bösartig: Karzinome.)
Die Abklärung dieser Befunde erfolgt mit Endoskopie, Endosonographie sowie mit Röntgenuntersuchung (Defäkographie).
Wird eine solche Krankheit diagnostiziert, ist die Inkontinenz mit entsprechenden chirurgischen Maßnahmen zu behandeln (Fisteloperationen mit Plastiken zur Erhaltung der Kontinenz, submucösen rekonstruktiven Hämorrhoidektomien nach Parks, Rektopexien und Sigmaresektionen, transanale mikrochirurgische Eingriffe und schließlich auch Rektumresektionen, evtl. mit Bildung eines Pouches zur Verbesserung der Kontinenzleistung.
Spezielle Untersuchungen des Kontinenzorgans selbst bestehen in einer Endosonographie und einer Manometrie. Damit können die wesentlichsten Erkrankungen abgeklärt werden. Neurologische Untersuchungen mit Myographien sind völlig zurückgetreten, da sie für die Patienten zu schmerzhaft sind und im wesentlichen durch endosonographische Untersuchungen ersetzt werden können. Bei Vorliegen entsprechender Befunde ergeben sich folgende Korrekturmöglichkeiten: Biofeed back-Behandlung, preanal repair-Operation, postanal repair-Operation und sacrale Nervenstimulationsbehandlung (Interstim-Therapie).
Untersuchungsmethoden:
Endosonographie, Manometrie, Endoskopie, Defäkographie.
Behandlungsmöglichkeiten:
anal repair-Operationen, Interstim-Therapie, Rektopexie und Sigmaresektion, Pouchanale Rekonstruktionen.
Behandlungsmöglichkeiten bei nicht wieder herzustellender Kontinenz.
Weitere Informationen über Inkontinz finden Sie auf der Seite des Inkontinzzentrums.
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