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Intensivmedizin

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie leitet die operative Intensivstation des Klinikums Oldenburg mit zur Zeit 14 Betten. Auf der operativen Intensivstation betreuen wir im Wesentlichen Patienten nach großen operativen Eingriffen, polytraumatisierte Patienten und Patienten mit akuten Erkrankungen, welche mit einer Störung der Herz- / Kreislauf- und / oder der Lungenfunktion einhergehen. Wir betreuen im Durchschnitt ca. 950 solcher Patienten pro Jahr mit einem Beatmungsanteil von 60%. Die Mortalität liegt bei 4,9%.

Intensivstation 113Zur Erfüllung dieser Aufgabe arbeiten hier Ärzte und Pflegepersonal im Schichtdienst rund um die Uhr.
Die Ärztliche Leitung verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für die spezielle anästhesiologische Intensivmedizin. Wir bieten das gesamte Spektrum intensivmedizinischer Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf dem modernsten Stand der Technik.

Die Beatmung bei Patienten mit Lungenversagen wird überwiegend im BIPAP-Modus durchgeführt. Für eine ines invasiven Kreislaufmonitorings führen wir eine Messung des Herzzeitvolumens und verschiedener Vorlastparameter mit Hilfe der transcardiopulmonalen Thermodilution (PiCCO) oder einem Pulmonalarterienkatheter durch. Mit Hilfe der Pulsphotometrie (LiMON) überwachen wir bei entsprechender Indikation die Leberperfusion nicht-invasiv mittels transcutaner Detektion der Eliminationsgeschwindigkeit eines zuvor i.v.-injizierten Farbstoffes (ICG).

Zur Stabilisation des Kreislaufs kommen eine differenzierte Katecholamintherapie (Dobutamin, Arterenol, Dopexamin, Adrenalin) und auch Phosphodiesterasehemmer zum Einsatz.Zur optimalen Rekrutierung von Lungenarealen streben wir hierbei einen höchst- und frühestmöglichen Spontanatmungsanteil an. Die CPAP-Maskenatmung zur Verbesserung der FRC gehört zur Routine. Bei Patienten mit einem isolierten Versagen der Atemmuskelpumpe, z.B. COPD-Patienten mit Infektexazerbation, führen wir gelegentlich eine nicht invasive Maskenbeatmung mittels Nasenmaske durch.
Bei zu erwartender Langzeitintubation favorisieren wir die frühzeitige Tracheotomie in Form einer percutanen Punktionstracheotomie. Wir führen pro Jahr ca. 30 solcher Tracheotomien in allen gängigen Techniken (nach Fantoni, Ciaglia, Griggs und Percutwist) durch. Bei einem isolierten Problem der Bronchialtoilette ist gelegentlich auch die Anlage einer percutanen Minitracheotomie (4mm-Kanüle) ausreichend.

Als cerebrales Monitoring, insbesondere bei Patienten nach Schädelhirntrauma, kommen primär die üblichen bildgebenden Verfahren CCT und MRT zum Einsatz. Desweiteren führen wir bei V.a. intracranielle Druckerhöhung eine Hirndruckmessung mittels Ventrikelkatheter, die Messung der hirnvenösen O2-Sättigung mittels Bulbuskatheter und die transcranielle Dopplersonographie (TCD) durch.

Als Nierenersatzverfahren kommen in Kooperation mit der Klinik für Allgemeine Innere Medizin bei kreislaufinstabilen Patienten die kontinuierliche venovenöse Hämofiltration (CVVH), Hämodiafiltration (CVVHD) oder die kontinuierliche venovenöse Hämodialyse (Genius) zum Einsatz, bei kreislaufstabilen Patienten auch eine intermittierende Ultrafiltration oder konventionelle Dialyse.

Intensivstation 113

Beatmungsmonitoring

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