In den letzten drei Jahrzehnten wurde eine sehr starke Zunahme der Inzidenz der epithelialen Hauttumore und des malignen Melanoms verzeichnet. Mittlerweile stellt Hautkrebs derzeit 30% aller Krebsfälle in den USA dar und ist damit die häufigste Krebsart. In Australien erleiden 66% der Menschen während ihres Lebens eine Krebserkrankung der Haut. In Deutschland stellen epitheliale Hauttumore bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebsform dar. Als Ursachen werden häufige UV-Expositionen der Bevölkerung durch veränderte Frei-zeitgewohnheiten und vermehrter Sonnentourismus angenommen.
Der Schwerpunkt unserer Klinik besteht in der Diagnostik und Therapie sämtlicher Hauttumore sowie Anhangsgebilde. Moderne diagnostische Verfahren wie Auflichtmikroskopie, hochauflösende Sonographie, Lymphknotensonographie und Schildwächter-Lymphknoten-Biopsie (sentinel lymphnode biopsy) erlauben Aussagen zur Dignität sowie Tumorausbreitung. Die radikale Tumorchirurgie mit nachfolgender histologischer Aufarbeitung im Sinne einer mikrographischen Chirurgie stellt die Therapie der Wahl dar. Verfeinerte histologische Aufarbeitung mit Hilfe immun-histochemischer Techniken ergänzt in Einzelfällen die Diagnostik. Bei Inoperabilität bzw. erhöhtem Operationsrisiko steht mit der Röntgenweichstrahltherapie eine zusätzliche Alternative zur Behandlung maligner Hauttumore zur Verfügung. Präkanzerosen können mit Kryotherapie und in Einzelfällen durch Photodynamische Therapie behandelt werden. Patienten mit erhöhtem Rezidivrisiko ihrer Tumorerkrankung werden mit immunstimulierenden und zytostatischen Medikamenten therapiert. Gleichzeitig werden sie durch engmaschige Nachsorge-untersuchungen überwacht.
Therapiespektrum:
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