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Kinder- und Jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Behandlung

Die Kinder und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen haben das Recht auf angemessene Behandlung.
Etwa 5 % aller Kinder und Jugendliche und etwa 1 Million junge Menschen leiden an einer seelischen Erkrankung und sind behandlungsbedürftig.
Die Vielseitigkeit und Komplexität der seelischen Krankheiten erfordert eine multimodale Diagnostik und multimodale/differenzierte Behandlung.
Die Qualitätssicherung ist durch die orientierenden Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie gesichert.

weiterführende Informationen beim Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Deutschland e.V. (BKJPP)

Unser Motto ist:
Höchste Priorität der Förderung der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen einzuräumen, die Kinderseele in Not zu verstehen und zu helfen.
Kinder haben das Recht auf Schutz, das Recht körperlich und geistig gesund aufzuwachsen.

  • Psychische Störungen bei Kinder und Jugendlichen finden ihren Ausdruck in Beeinträchtigungen der körperlichen Funktionen, des Verhaltens und des Befinden.
  • Eine erfolgreiche Behandlung sichern wir durch komplexe Behandlungskonzepte, die individuell auf die Bedürfnisse der Kinder/Jugendlichen und deren Familien ausgerichtet sind.
  • Die psychodynamisch-multimodalen Konzepte beinhalten:
  • Einzel-, Gruppen-Psychotherapie sowie und familien-therapeutische Einheiten
  • Soziotherapie
  • Milieutherapie
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • Heilpädagogik
  • Therapeutisches Reiten
  • Krankengymnastik
  • Kunstpädagogik
  • Bewegungstherapie (Psychomotorik, Aikido und Schwimmen)


Zur Diagnostik gehört:

  • Medizinische Diagnostik
  • pädiatrisch-neurologische Untersuchung
  • psychopathologischer Befunderhebung
  • EEG
  • bei Bedarf: Labor, EKG , weiterführende fachärzteliche Diagnostik.


Psychologische Diagnostik:

  • Intelligenz- und Leistungsdiagnostik
  • Entwicklungsdiagnostik
  • Persönlichkeitstest
  • Projektive Verfahren
  • und andere...
  • Videogestützte Verhaltensdiagnostik


Fachtherapeutische Diagnostik/Komplementäre Therapien:

  • Musiktherapie
  • Ergotherapie
  • Heilpädagogik
  • Logopädie


Therapie:

Die psychodynamisch-multimodalen Konzepten beeinhalten:

  • Einzel-, Gruppen-Psychotherapie sowie und familientherapeutische Einheiten

  • Komplementäre Therapien:
  • Musiktherapie: Musiktherapie ist eine kreative und psychotherapeutisch orientierte Therapieform, bei der den Kindern und Jugendlichen durch das Medium Musik eine zusätzliche Erlebnis- und Ausdrucksebene angeboten wird. Der gezielte Einsatz der musikalischen Ebene hält eine grosse Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten bereit, die individuell eingesetzt werden, um zu Veränderung, Linderung und Heilung seelischer und psychogen bedingter körperlicher Erkrankungen von Kinder und Jugendlichen beizutragen.

    Der Einsatz von Musik:
    Im Vordergrund steht ein aktiver, leistungsfreier und spielerisch-improvisatorischer Umgang auf musikalischer Ebene. Den Patienten stehen Instrumente zur Verfügung, die ohne Vorkenntnisse zum primär freien, experimentellen Spielausdruck genutzt werden können. Ein altersadäquates, attraktives Angebot an Instrumenten und musikalischem Zubehör - bei Jugendlichen sind z. B. Schlagzeug und E-Gitarre höchst gefragte Intrumente - begünstigt den Zugang der Patienten.

    Musiktherapie mit Kindern:
    Die wichtigste Möglichkeit für Kindern, das auszudrücken, was sie innerlich bewegt, ist das Spielen. In der Musiktherapie wird daher nicht nur "auf", sondern vielmehr "mit" Instrumenten gespielt. Auch angrenzende Ausdrucksbereiche wie Bewegung, Tanzen, Malen, Gestalten oder szenisches Spiel können einbezogen werden. Das Kind soll die Möglichkeit bekommen, inneres Erleben, mögliche Konflikte und dazugehörige Gefühle ausdrücken zu können.

    Musiktherapie mit Jugendlichen:
    In keinem anderen Lebensabschnitt nimmt Musik wohl eine so große Bedeutung ein wie im Jugendalter, insofern bietet sich gerade die musikalische Ebene auch im therapeutischen Bereich als geeignetes Medium an. Das gemeinsame musikalische Tun eignet sich dazu, den jugendlichen Patienten auf einer ihm angemessenen Ebene zu erreichen, seine Emotionen aunzusprechen und ihn diese zum Ausdruck bringen zu lassen.

    Therapieziele:
    Werden für jeden Patienten individuell festgelegt und im Verlauf des Gesamt-Therapieprozesses des Patienten stetig aktualisiert.

    Anwendungskonstellationen (Settings) der Musiktherapie:
  • Einzelmusiktherapie
  • Gruppenmusiktherapie
  • Eltern(teil)-Kind-Musiktherapie
  • Band-Projekte und Musikalische Kreativprojekte
  • Heilpädagogik:
  • Der wichtige Grundgedanke in der Heilpädagogik ist die ganzheitliche Sichtweise, bei der der Mensch mit seinen Fähigkeiten, Problemen und Ressourcen betrachtet wird. Über eine besondere Verstehensweise und entsprechende Ausdrucksformen werden Lernprozesse eingeleitet, durch die das Kind ein Höchstmass an Autonomie und gesellschaftlicher Integration erreicht.
  • Heilpädagogische Spieltherapie
  • Die Spieltherapie hat zum Ziel, emotionale Erfahrungen herbeizuführen, die korrigierend und verändernd wirken sollen.
    Das Spiel ist die Sprache des Kindes. Der Gefühlsausdruck bei Kindern erfolgt häufig nicht über direkte sprachliche Kommunikation wie bei Erwachsenen, sondern indirekt über das Spiel.
  • Mit Hilfe von Spielmaterialien können Begabungen und Potentiale freigesetzt werden. Eine vertrauensvolle Beziehung und ein Gefühl der Sicherheit ermöglichen es dem Kind, belastende Erfahrungen im Spiel nochmals zu durchleben und auf eine andere Art zu symbolisieren. Das aktive Durchspielen unverarbeiteter Konflikte stellt Entlastungsmöglichkeit und Weiterentwicklung fürs Kind dar.
  • Die Heilpädagogin unterstützt das Kind wertschätzend und einfühlend, wenn es neue Wege des Verhaltens und des Umgangs mit Emotionen ausprobiert.

    Psychomotorik:
  • Ziel der psychomotorischen Übungen sind Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Kontakt-, und Handlungsfähigkeit des Kindes entsprechend zu fördern und zu verbessern.
  • Die psychomotorische Förderung ist Lernen durch Bewegung und orientiert sich an Entwicklungsthemen des Kindes, seinen Bedürfnissen, Vorlieben und Wünschen. Eine ermutigende Atmosphäre und ein gleichberechtigter Austausch fördern das Kind in seiner Bewegungsfreude, Kommunikationsfähigkeit und Handlungskompetenz.
  • Die spielerische Körpererfahrung erhöht das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und bewirkt eine Stabilisierung der Persönlichkeit.
  • Ergotherapie:
  • In der Ergotherapie werden durch differenzierte Befunderhebungen schwerpunktmäßig Beeinträchtigungen, Störungen, Entwicklungsrückstände in der Wahrnehmung und der sensorischen Integration erkannt. Diese äußern sich häufig durch motorische Unruhe, Einschränkungen der grob- und feinmotorischen Koordination, der Konzentration und Aufmerksamkeit und durch Anpassungs- und Umstellungsschwierigkeiten.

    Über eine problemlösende Spiel- und Bewegungshandlung mit individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes ausgewählten Materialien, Geräten, Spielen, z. T. auch handwerklichen Tätigkeiten erlebt das Kind spielerisch seine Fähigkeiten und kann Versäumtes nachholen.

    Körpernahes Arbeiten ermöglicht dem Kind, sich besser zu spüren und die sensorischen Voraussetzungen zum Handeln zu entwickeln. Sichtbare und erlebte Schwierigkeiten werden über vorhandene Stärken beeinflußt, es werden keine Einzelleistungen trainiert, sondern das Kind erhält Anstöße für sein eigenes Entwicklungsbedürfnis.

    Ziele der Behandlung sind die Integration von Sinneseindrücken als Basis für eine altersgerechte, motorische, sensorische und kognitive Entwicklung, die Stärkung der Eigenaktivität hin zu mehr Selbständigkeit und die Verbesserung der Interaktion und Kommunikation mit der Umwelt.

    Ergotherapie findet 1 x 2 x wöchentlich in Einzelstunden statt.

    Befunderhebung:
    Durch Test- und Screening-Verfahren.

    Behandlungsziele:
    Auf Grundlagen dieser Informationen werden die Behandlungsziele entwickelt. Sie reichen von der Förderung der Motivation und des Selbstwertgefühles, der Steigerung der Frustrationstoleranz, der Konzentration, Ausdauer und Merkfähigkeit über die Verbesserung der Körpereigenwahrnehmung und der visuellen Wahrnehmung bis hin zur Förderung der Grob- und Feinmotorik.

    Behandlungsmethoden:
    Erreicht werden diese Ziele durch unterschiedliche Behandlungsmethoden. Schwerpunktmäßig kommen wahrnehmungs- und kompetenzzentrierte Methoden zum Einsatz.

    Wahrnehmungszentrierten Methoden:
  • Sensorische Integrationstherapie.

    Zur Verbesserung der sensorischen Funktionen und der Körpereigenwahrnehmung wird mit folgenden Materialien und Geräten gearbeitet.
    Rollbrett, Schaukel, Hängematte, schräge Ebene, Pedale, Trampolin, Schaum, Kleister, Fingerfarbe.

    Kompetenzzentrierten Methode:
  • Werden handwirkliche Techniken angeboten.
  • Gearbeitet wird u. a. mit Holz, Ton, Pappe, Papier, Pappmachè, Gips,
    Gasbeton (Ytong) und Leder.
  • Kunstpädagogik:
  • Kunsttherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ermöglicht innerhalb eines geschützten Freiraumes und innerhalb einer Atmosphäre jenseits von Leistungsdruck und Konkurrenz einen unzensierten Ausdruck, auch von Unaussprechbaren, von verdrängten Affekten und Fixierungen. Dies wird als befreiend erlebt. Die Erfahrung zeigt, das in Zeiten der Krise oder Krankheit ein besonderer Zugang zu dem eigenen schöpferischen Ausdruckspotential besteht.
    Die vorher nur fantasierten inneren Bilder erhalten Form und Farbe. Sie werden in einem bestimmten Material symbolisiert, sichtbar und dadurch zu einem anschaubaren Gegenüber, das Möglichkeiten der Distanzierung und Veränderung einschließt. Gestaltung ist Handlung, ein Stück Aneignung der Welt durch das Material. Das ermöglicht dem Patienten auch im Alltag sein Leben mehr gestaltend in die Hand zu nehmen, seine Welt nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu formen. Oft erscheinen in den Bildern und Gestaltungen selbst Lösungswege aus Konfliktsituationen.

  • Therapeutisches Reiten
  • Bewegungstherapie
  • Psychomotorik:
  • Im gesellschaftlichen Kontext wird Bewegung innerhalb der kindlichen Entwicklung immer mehr Bedeutung zugeschrieben. Die Zusammenhänge zwischen Bewegung und Wahrnehmung ist für eine stabile frühkindliche Entwicklung in den Bereichen Emotionalität, Sprachentwicklung, Sozialverhalten und Kognition besonders wichtig.
    Die Psychomotorik ist sowohl ein pädagogisches, als auch ein therapeutisches Konzept.
    Motorische Betätigung und die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Ängsten sollen zu einer Harmonisierung und Stabilisierung der Persönlichkeit der Kinder führen.
    Die psychomotorischen Übungsprogramme verbinden sinnvollerweise medizinische Diagnostik mit pädagogischen und tiefenpsychologischen Ansätzen, um ganzheitlich an die Kinder oder den Jugendlichen heranzugehen und ihm Hilfe auf einer breiten Ebene anbieten zu können.
  • Aikido
  • Schwimmen

    Der Unterricht wird für die Schülerpatienten in kleinen Gruppen von ca. 4 Kindern durch 3 abgeordnete Lehrkräfte gesichert, sicherlich nach den Unterrichtsprogrammen der Heimatschulen.
  • Soziotherapie:
  • Milieutherapie:
  • Pflege- und Erziehungsdienst:
  • Schule:
    Der Unterricht wird für die Schülerpatienten in kleinen Gruppen von ca. 4 Kindern durch 3 abgeordnete Lehrkräfte gesichert, sicherlich nach den Unterrichtsprogrammen der Heimatschulen.

TERMINE

  • Derzeit liegen hier keine aktuellen Termine oder Veranstaltungen an.