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Stosswellenbehandlung

Eine Revolution in der Steinbehandlung hat sich seit 1984 mit der Entwicklung der extrakorporalen Stoßwellenlithotrypsie ergeben. Diese Behandlungsmethode zertrümmert Steine (Nierensteine, Gallensteine) mittels Stoßwellen, die außerhalb des Körpers erzeugt werden. Diese Wellen dringen dabei ohne Schädigung des Gewebes ins Körperinnere ein und zerkleinern den Stein. Die Fragmente werden dann mit dem Harn ausgeschieden.
 
Dieses hochmoderne, in Deutschland entwickelte, äußerst schonende Behandlungsverfahren wurde schon 1988 am Klinikum in Oldenburg etabliert. Es war das zweite Gerät überhaupt in Niedersachsen und das erste im Regierungsbezirk Weser-Ems. Mit diesem Gerät führte die urologische Klinik nahezu 9000 Behandlungen erfolgreich durch.
 
Seit Oktober 1999 verfügt die Klinik über einen neuen stationär installiererten Lithotripter (Litho Diagnost M). Hiermit steht zur Behandlung von ca. 800 Patienten jährlich ein modernes, hocheffektives Gerät zur Verfügung. Durch seine extrem niedrige Strahlenbelastung ist er auch zur Behandlung von Kindern geeignet. Mit diesem Gerät können sämtliche Steine jeglicher Lokalisation mittels Ultraschall oder Röntgen geortet und behandelt werden, also nicht nur im urologischen Bereich, sondern z.B. auch in der Gallenblase.
 
Die Behandlung der Nieren- und Harnleitersteine erfolgt meist während eines kurzen stationären Aufenthaltes und ist in aller Regel so schonend, dass sie ohne Narkose durchgeführt werden kann.

Funktionsweise des Nierensteinzertrümmerers

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