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Pressemitteilungen

Bessere Heilungschancen für Kinder mit Hirntumor

In Deutschland erkranken jährlich etwa 380 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren an einem Hirntumor, davon ca. 15 Patienten aus der Weser-Ems-Region. Aufgrund verbesserter Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten die Heilungschancen deutlich erhöht. Das Hirntumor(HIT)-Netzwerk zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen von Hirntumoren umfasst alle Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die nach einheitlichen Behandlungskonzepten der Fachgesellschaft vorgehen. Angeschlossen sind Kliniken, die spezielle Kompetenz zur Mitbeurteilung der Bildgebung, Strahlentherapie oder Operation der Patienten anbieten. In Oldenburg befindet sich eine zentrale Stelle für Deutschland, Österreich und Schweiz zur Mitbetreuung einer speziellen Hirntumorerkrankung (Kraniopharyngeom). Das HIT-Netzwerk ist eine international erfolgreiche Organisation zur Verbesserung der Heilungsaussichten für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren.

Oldenburg, den 20. February 2007. Die HIT-Netzwerktagung wird am 9. und 10. März 2007 erstmals in Oldenburg stattfinden. Über 140 Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich, Holland und der Schweiz werden im Klinikum Oldenburg zur Tagung erwartet. Neue Behandlungsmöglichkeiten und Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen diskutiert werden.



Oldenburg hat eine lange Tradition in der Behandlung von Kindern mit Hirntumoren. Aufgrund fehlender räumlicher Voraussetzungen mussten Familien und Patienten in den neunziger Jahren weite Anfahrtswege zur Therapie in entlegene Zentren auf sich nehmen. Seit 2001 werden Kinder und Jugendliche mit Hirntumorerkrankungen wieder stationär in Oldenburg behandelt. Das neue Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin bietet in der Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie / Onkologie hierfür ideale Voraussetzungen. Die Tumoroperationen werden in der Neurochirurgischen Klinik des Evangelischen Krankenhauses in Oldenburg bei Dr. D. Gruia (Direktor: Dr. F. Meyer) kompetent durchgeführt.



Im Jahr 2006 erkrankten 54 Kinder und Jugendliche aus Weser-Ems an Krebserkrankungen und wurden in Oldenburg betreut. Die ambulante Betreuung dieser Patienten im großen regionalen Einzugsgebiet Weser-Ems wird im Rahmen des Modellprojektes „Verbund Pädiatrische Onkologie Weser-Ems“ koordiniert. Kollegen in den Kinderkliniken/-abteilungen aus Weser-Ems sowie Selbsthilfegruppen, Pflege und ambulante Pflegedienste haben sich 2001 zum Verbund PädOnko Weser-Ems zusammen geschlossen. Diese Strukturmaßnahme zur Förderung der wohnortnahen ambulanten Betreuung wird von der Deutschen José Carreras-Leukämiestiftung gefördert.





Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Hermann Müller, Tel. 0441/403-2012

Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Müller, eMail mueller.hermann@klinikum-oldenburg.de
 

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