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Große Nachfrage für Krisenstation

Große Nachfrage für Krisenstation Gewünscht hätten sich die Mitarbeiter der neuen Krisenstation innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psy¬chosomatik und Psychotherapie (KJPP-Klinik) einen ruhigeren Start. Am Montag, 16. Februar wurde die Station für schutzbedürftige Kinder und Jugendliche in Betrieb genommen und bereits Ende der ersten Woche waren drei der acht Plätze vergeben. „Der Bedarf ist groß. Bisher gab es für schutzbedürftige Kinder und Jugendliche nur in der KJP Aschendorf bei Papenburg fünf Planbetten,“ erklärt Direktorin Dr.–medic (RO) Agneta Paul die große Nachfrage, „ich rechne damit, dass wir bereits in der kommenden Woche die restlichen Plätze vergeben werden.“

Oldenburg, den 20. February 2009. Die ersten Patienten kommen aus der Stadt Oldenburg, aus dem Landkreis Ammerland und dem Landkreis Oldenburg. Sie sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. Wie lange die Jugendlichen auf der Schutzstation bleiben, ist unterschiedlich. Die Behandlungsdauer hängt von der Schwere und Komplexität des Störungsbildes sowie der Bewältigung der Krise ab.



Die Krisenstation nimmt zum Beispiel suizidgefährdete Kinder und Jugendliche oder solche, die vorübergehend durch eine schwere Krise eine Gefahr für andere darstellen, auf. Die jungen Patienten werden intensiv betreut, um eine Selbst- bzw. Fremdgefährdung auszuschließen. Ziel der Therapie ist es, gemeinsam mit den Patienten Wege aus der Krise zu finden. „Wir versuchen zum Beispiel, die Eigen- und Gruppenverantwortlichkeit der Patienten zu stärken. Wir wollen den Jugendlichen Hilfestellungen geben, damit sie ihren Alltag später bewältigen kön¬nen. Auch Freizeitaktivitäten und Haus¬aufgabenbetreuung gehören zum Tagesablauf auf der Station“, berichtet Dr.-medic (RO) Agneta Paul, „wir küm¬mern uns aber auch um das Umfeld. Wir führen mit Eltern und Lehrern Gespräche und arbeiten mit den zuständigen Institutionen, unter anderem den Jugendämtern eng zusammen.“



Die Ausstattung einer Krisenstation unterscheidet sich nicht grundsätzlich von an¬¬deren Stationen, außer eingebauter Sicherheitsmaßnahmen, die für den Schutz der Patienten wichtig sind. Trotz aller Technik und Sicherheit ist die Station für die Kinder und Jugendlichen hell und in freundlichen Farben gehalten. Außerdem hat die Station auch einen eigenen Garten. „Wenn sich unsere Patienten wohl fühlen, dann ist das schon ein erster Schritt auf dem Weg raus aus der Krise,“ weiß Frau Dr.-medic (RO) Paul.



Auf der Station arbeitet speziell in der Kinder- und Jugendpsychiatrie geschultes Per¬sonal. Zum Team gehören zehn MitarbeiterInnen des Pflege- und Erziehungspersonals, zwei Ärzte sowie komplementäre TherapeutInnen, zum Beispiel Kunst- und Musiktherapeuten.





Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 
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