Und nach der Ausbildung?
Arbeitsbereiche sind radiologische Abteilungen in Krankenhäusern, Universitätskliniken und radiologischen Praxen. Die Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Angiographie, Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie gehören zu den Arbeitsgebieten. Ebenso arbeiten MTRA in Wissenschaft und Forschung sowie in der Industrie. Hersteller von bildgebenden Geräten beschäftigen gerne MTRA für die Einweisung von MTRA und Ärzten an Geräten in der Radiologischen Diagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie.
Auf dem Gebiet der Qualitätssicherung können MTRA sich selbständig machen und z.B. in Krankenhäusern und niedergelassenen radiologischen und nuklearmedizinischen Instituten die Qualitätskontrollen durchführen.
Berufliche Weiterbildung für MTRA
Nach bestandener Prüfung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung, sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit.
- Radiologietechnologie/Spezialisierung auf einem der Gebiete
- Leitende MTA/Gesundheitsbetriebswirtschaft
- Studium Medizin-Pädagogik
- BSc. Gesundheitswissenschaften
Das Deutsche Institut für Weiterbildung in der Medizin (DIW e.V.) in Berlin bietet die Fachqualifikation für MTRA an.
Die Kurse werden im gesamten Bundesgebiet angeboten. Die berufsbegleitende Weiterbildung basiert auf einem Modulsystem. Die Teilnehmer können die für sie wichtigen Inhalte selber zusammenstellen.
Weiterbildungslehrgänge zur Lehrkraft können sowohl berufsbegleitend als auch
Einkommen
MTRA sind häufig im öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) bzw. den Arbeitsrichtlinien für Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR).
In niedergelassenen Praxen wird in der Regel in Anlehnung an den TVöD gezahlt, während in der Industrie die Vergütungen die Arbeitsverträge frei ausgehandelt werden.
Berufsaussichten
Im MTA-Gesetz ist u.a. auch die Berufsausübung im rechtlichen Sinne geregelt. Neben den Hebammen sind MTA die einzige Berufsgruppe, die Vorbehaltene Tätigkeiten haben. Praktisch sieht das so aus, dass nur MTRA und Fachärzte auf den oben beschriebenen Gebieten arbeiten dürfen. Das Gesetz gestattet nur einige Ausnahmen für Berufe aus dem Gesundheitswesen. Diese Berufsgruppen dürfen allerdings nur unter ständiger Aufsicht eines fachkundigen Arztes arbeiten, während MTRA selbständig und eigenverantwortlich und nicht unter ständiger Aufsicht eines Facharztes arbeiten.
Diese Regelung bedeutet, dass nur qualifiziertes Personal diese Arbeiten durchführen darf im Sinne des Patientenschutzes.
In der Regel sind radiologische Institute auf ein oder zwei der jeweiligen Fachgebiete spezalisiert. Die umfangreiche Ausbildung zur MTAR ermöglicht später durchaus einen Wechsel zwischen den Fachgebieten innerhalb des Berufes. Damit haben MTRA ein breitgefächertes Aufgabengebiet. Im Bereich der Radiologie sind die Berufsaussichten sehr gut, da das Strahlenschutzrecht in Deutschland nur wenigen Berufsgruppen den Umgang mit Strahlen für diagnostische und therapeutische Maßnahmen erlaubt.