Kein Händeschütteln! – so heißt es im Veranstaltungflyer zum 17. Oldenburger Mukoviszidose-Symposium, das am Samstag, 20. Februar 2010 (9 - 13 Uhr) im Landesmuseum Natur und Mensch, Damm 38-44 in Oldenburg stattfindet. Damit schließt sich der Veranstalter, das CF-Zentrum (CF = Cystische Fibrose) am Klinikum Oldenburg unter der Leitung von Dr. Holger Köster, einer Aktion des Mukoviszidose e.V. in Bonn an, da die Vermeidung von Keim¬über¬tra¬gun¬gen gerade für Mukoviszidose–Patienten sehr wichtig ist. Mukoviszidose (= Cystische Fibrose) ist die häufigste erbliche Stoffwechselkrankheit in unseren Breiten. Die Kinderklinik im Klinikum Oldenburg ist Anlaufstelle für diese Patienten – auch für Erwachsene - aus der gesamten Weser-Ems-Region. Das Symposium informiert Eltern betroffener Kinder und erwachsene Patienten, sowie Ärzte und Pflegepersonal, die mit der Behandlung dieser Krankheit zu tun haben, über das komplexe Krankheitsbild und über die besonderen Aspekte der Behandlung. Ein Themenschwerpunkt liegt auf der Möglichkeit zur Lungentransplantation, die für Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium eine zusätzliche Behandlungschance bietet. Praxisnah geht es auch um die Behandlung von CF-Notfällen und um Ernährungsberatung. Ein wichtiges Thema ist zudem die Versorgung im ambulanten Bereich, wobei auch die Unterfinanzierung der Behandlung und Probleme bei der Verschreibung der sehr teuren Medikamente diskutiert werden sollen.
Oldenburg, den 12. Februar 2010.
„In den letzten Jahren hat sich die Qualität der Mukoviszidose-Behandlung und damit die Lebenserwartung der Betroffene stetig verbessert“, stellt Dr. Holger Köster, Oberarzt in der Kinderklinik des Klinikums, fest, „deshalb haben wir auch immer mehr mehr erwachsene Patienten in unserer Sprechstunde, die andere Probleme haben als unsere jungen Patienten. Die Möglichkeit zur Lungentransplantation wird zum Beispiel zunehmend aktuell. Erst vor kurzen haben zwei unserer Patienten eine neue Lunge erhalten. Aber die Warteliste ist lang und leider bekommt nicht jeder rechtzeitig ein neues, lebensrettendes Organ.“
Die Veranstalter erwarten über 100 Teilnehmer aus der ganzen Region. „Bei dieser Veranstaltung geht es nicht nur um die neuesten Informationen, sondern auch um den Austausch der Betroffenen mit den Fachleuten und den Vertretern der Selbsthilfegruppen, erklärt Prof. Dr. Jürgen Seidenberg, Direktor der Klinik für Pädiatrische Allergologie und Pneumologie.
Hintergrundinformation Mukoviszidose
Bei der Mukoviszidose sind durch einen genetischen „Fehler“ die körpereigenen Sekrete der Betroffenen zäh und dickflüssig. Eine Folge ist unter anderem die Verstopfung der Atemwege mit zähflüssigem Schleim, aber auch andere lebenswichtige Organe sind betroffen.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Holger Köster, eMail koester.holger@klinikum-oldenburg.de
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