Vom Mittwoch, 17. Oktober bis Freitag, 19. Oktober finden in der Weser-Ems-Halle die 1. Oldenburger Thementage DEMENZ statt. Neben der Darbietung umfassender Informationen geht es darum, der Versorgung von Demenzkranken in Oldenburg neue Impulse zu geben. Ein breit angelegter Rahmen mit kulturellem Begleitprogramm spricht auf unterschiedlichen Wegen die Fachöffentlichkeit, das Laienpublikum sowie pflegende Angehörige mit ihren Kranken selbst an. Veranstalter sind unter der Schirmherrschaft der Stadt Oldenburg die Alzheimer Gesellschaft Oldenburg e.V. und das Klinikum Oldenburg.
Oldenburg, den 9. October 2007.
Ziel ist es, die Krankheit Demenz stärker in den Blickpunkt zu rücken. Zahlreiche Experten stellen Konzepte, Ideen und andernorts erfolgreich umgesetzte Wege zur Betreuung Demenzkranker vor. „Dass die Thementage nicht als Fachtagung im üblichen Sinne angesehen werden, ist uns besonders wichtig“, erklärt Brunhilde Becker von der Alzheimer Gesellschaft Oldenburg e.V., „Die Veranstaltung will zudem dazu beitragen, Weichen zu stellen für eine möglichst gute Versorgungslage, die den Betroffenen und Angehörigen das Schicksal erleichtern. Zudem können sich die Menschen an diesen Tagen über regionale Angebote informieren.“
„Das Interesse an der Veranstaltung ist riesengroß“, berichtet Rita Wick vom Klinikum Oldenburg, „vor allem der zweite Tag wird von den pflegenden Angehörigen und den Fachkräften sehr gut angenommen. Auch die Abendveranstaltung zählt bereits jetzt 200 Anmeldungen.“ Und Brunhilde Becker ergänzt: „Dies zeigt die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung und das Bedürfnis der Menschen zu mehr Information und Hilfe.“ Dabei ist beiden wichtig, dass am dritten Tag sich alle aktiv an der Entwicklung von Zukunftsvisionen beteiligen können.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Die Thementage starten am Mittwoch mit einer Abendveranstaltung für Ärzte, Management und Verantwortliche. Prof. Dr. Andreas Engelhardt, Chefarzt im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, der Oldenburger Neurologe Manfred Dwenger und Dr. Eberhard Hesse, Projektleiter Pro DEM aus Stuhr/Brinkum referieren über Bedarf und Möglichkeiten der stationären Behandlung, Früherkennung, Diagnostik und Behandlung sowie neue Betreuungsformen. Diese Vorträge werden Grundlage bei der anschließenden Diskussion sein.
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Der Donnerstag ist das Herzstück dieser Demenz-Tage. Hier können sich pflegende Angehörige über den Krankheitsprozess und Therapiemöglichkeiten informieren. Auch der Erfahrungsbericht eines pflegenden Angehörigen steht auf dem Programm sowie ein Vortrag über Unterstützungsmöglichkeiten bei der Pflege im häuslichen Bereich. Ein Bericht aus Hamburg über Pflegewohngemeinschaften zeigt weitere Perspektiven auf. In einem anderen Festsaal sind die Themen vor allem für Teilnehmer aufbereitet, die sich beruflich mit der Krankheit auseinandersetzen müssen. Während des ganzen Tages finden verschiedene Workshops statt. Aus dem Seniorenzentrum in Holle wird über ein erfolgreiches Konzept im Umgang mit Demenz berichtet. In weiteren Vorträgen geht es um rechtliche Aspekte bei der Demenzversorgung und darum, dass Pflegepersonen auch auf sich selbst Acht geben müssen.
Am Nachmittag werden an einem Fallbeispiel die Versorgungsstrukturen in der Stadt Oldenburg aufgezeigt. Die Podiumsdiskussion „Demenz – Herausforderung und Chance für ein neues und anderes Miteinander“, bei der pflegende Angehörige, Vertreter der Kostenträger, Ärzte und Vertreter der Stadt Oldenburg Teilnehmer sein werden, bildet den nachmittäglichen Höhepunkt.
Am Abend wird dann Nicole Richard, Pädagogin und Psychogerontologin aus Kassel den Zuhörern, die Gedankenwelt der an Demenz erkrankten Menschen nahe bringen.
Freitag, 19. Oktober 2007
Freitag steht der Austausch zwischen Personen mit unterschiedlichem Zugang zum Thema und die Zukunft im Mittelpunkt. Hierbei werden an Postern Themen wie Betreuungsrecht, Versorgung aus Sicht der Kassen oder auch Innovationen und Technik im Wohnlebensbereich usw. vorgestellt. Zunächst wird die Ausgangssituation in Oldenburg näher beleuchtet. Dann suchen die Teilnehmer gemeinsam nach Zielen und Wegen in die Zukunft.
Das Rahmenprogramm beginnt schon früher
Auch das kulturelle Begleitprogramm zum Thema kann sich sehen lassen. Ob Fotoausstellung im Café des Landesmuseums Natur und Mensch, szenische Lesung am 16. Oktober „Die Akte Auguste D“ in der Kulturetage oder der Kinofilm – „The Notebook – Wie ein einziger Tag“ am 14. Oktober im Casablanca - für jeden ist etwas dabei.
Am 19. Oktober findet dann noch eine Abendvorstellung im Laboratorium statt. 30 Karten dafür werden am Tag zuvor bei der Veranstaltung in der Weser-Ems-Halle verlost.
Während der Veranstaltung in der Weser-Ems-Halle steht im Demenzcafé für die Betreuung der Demenzkranken fachkundiges Personal zu Verfügung. Der Malteser Hilfsdienst bietet Fahrdienste an, allerdings muss im Vorfeld eine Anmeldung erfolgen (0441/13597, Marion Jessen).
Ihr Ansprechpartner:
Rita Wick , eMail wick.rita@klinikum-oldenburg.de
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