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10 Jahre Kinästhetik in der Pflege im Klinikum Oldenburg

10 Jahre Kinästhetik in der Pflege im Klinikum Oldenburg Die körperliche Belastung für Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen, aber auch für pflegende Angehörige ist enorm groß. Ein wichtiger Schritt zur Gesundheitsvorsorge wurde deshalb vor zehn Jahren im Klinikum Oldenburg eingeleitet. 1995 fand im Klinikum der erste Kurs in Kinästhetik statt. Dies ist ein Konzept, das Körper orientiertes Arbeiten mit Patienten vermittelt und zudem der zu pflegenden Person ermöglicht, alle ihre verbliebenen Fähigkeiten einzusetzen bzw. zu erweitern. Seitdem wurden im Klinikum rund 800 Personen in Grund- und Aufbaukursen fortgebildet. An den Grundkursen haben nicht nur mehr als 400 Mitarbeiter aus dem Klinikum teilgenommen, sondern auch über 190 Mitarbeiter aus anderen Krankenhäusern, Seniorenheime und Sozialstationen sowie Pflegende Angehörige. Am Freitag, den 20. Mai 2005, ab 11.30 Uhr findet deshalb im Schwesternhaus des Klinikums eine kleine Feier anläßlich dieses Jubiläums statt.

Oldenburg, den 17. May 2005. „Kinästhetik ist eine Bereichung in der Pflege, das allen Beteiligten hilft“, erklärt Sylke Modersitzki, Kinästhetiktrainerin im Klinikum, „der Patient erlangt größtmögliche Selbständigkeit wieder. Dadurch werden seine Körperfunktionen wie unter anderem Atmen, Verdauen, Essen und Trinken aktiv gefördert. Dies führt zu einer Steigerung der Lebensqualität durch körperorientierte Bewegungsunterstützung. Zudem trägt das körperbewusste Arbeiten beim Pflegenden zur Gesundheitsvorsorge bei.“ Pflegedirektorin Oberin Tiebe Oltmanns ergänzt: „Am Anfang wurde dieses neue Konzept von einigen Mitarbeitern von weitem misstrauisch beobachtet und manch einer belächelte es sogar. Heute ist es aus dem Pflegealltag unseres Hauses nicht mehr wegzudenken und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die körperliche Belastung durch schweres Heben und Tragen geringer geworden ist. Gerade in Zeiten, in denen die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals stetig wächst, ist dies besonders wichtig.“



Kinästhetik wurde von Dr. Hatch und Dr. Maietta in den USA entwickelt. Hintergrund sind die Erkenntnisse aus der Kybernetik und der Psychologie. Durch den körperbewussten Einsatz werden z.B. Belastungen der Wirbelsäule vermieden. So werden Patienten beim Aufstehen vom Stuhl nicht mehr unter den Achseln gegriffen, sondern körperorientiert am Brustkorb unterstützt.



Auch in Zukunft gehört Kinästhetik in der Pflege fest zum Fortbildungsangebot des Klinikums Oldenburg.



Ansprechpartner für weitere Informationen:

Telefon: 0441/403-2352

Ihr Ansprechpartner:
Sylke Modersitzki, eMail modersitzki.sylke@klinikum-oldenburg.de
 
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