Schnellnavigation




Pressemitteilungsarchiv

Barriere frei im World Wide Web

Barriere frei im World Wide Web Klinikum Oldenburg präsentiert sich seit heute:



Seit 1. September 2005 hat das Klinikum Oldenburg einen rundum erneuerten Internetauftritt. Nicht nur inhaltlich ist der Auftritt überarbeitet worden, sondern vor allem auch im Aufbau. Grundlage dafür ist die „Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung“ – kurz BITV genannt. Barrierefreies Internet bedeutet, dass jeder die Inhalte einer Seite verstehen und nutzen kann. Dabei beschränkt sich das Klinikum nicht nur – wie viele andere Krankenhäuser - auf eine reine Textversion der Website. Die wichtigsten Informationen der Website hat das Klinikum als eigene Version in einfacher Sprache gemeinsam mit der Firma Orgatech aus Oldenburg realisiert.

Oldenburg, den 1. September 2005. Um dies verwirklichen zu können, musste das Redaktionssystem des Hauses technisch umgebaut werden. In einem zweiten Schritt wird nun auf den Patientenseiten die einfache Sprache eingeführt. Aber auch andere Barrieren wurden abgebaut, so dass Blinde, Gehörlose und sehbehinderte Menschen sich über das Internet mit Informationen zum Klinikum versorgen können.

Die „Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung“ verpflichtet alle Behörden des Bundes dazu, ihre Internet-Angebote bis spätestens 31. Dezember 2005 barrierefrei zu gestalten. Das Klinikum Odenburg hat freiwillig die Vorgaben dieser Verordnung umgesetzt bzw. wird bis zum Ende des Jahres diese weitgehend umgesetzt haben. Damit ist das Oldenburger Klinikum Vorreiter in seiner Branche.



Vergrößerung der Schriftart

Durch die Möglichkeit der Vergrößerung bei der Schriftart können auch ältere, sehbehinderte Menschen die Informationen auf den Internetseiten vollständig nutzen. Auf nicht barrierefreien Seiten ist eine Vergrößerung entweder gar nicht möglich oder aber durch die Vergrößerung verschwindet ein Teil der Information. So können beispielsweise auch ältere Menschen, die häufig mit altersbedingten Seheinschränkungen kämpfen müssen, den Internetauftritt des Klinikums als Informationsquelle nutzen.



Alternative Textinformationen für Bilder

Fast alle Bilder sind mit alternativen Text-Informationen hinterlegt, so dass auch zum Beispiel blinde Menschen mit einer Braille-Tastatur die Bilder „lesen“ können.



Kontrastreicher Aufbau

Allgemein ist der Internetauftritt kontrastreicher aufgebaut worden, so dass auch sehbehinderte Menschen, die auf spezielle Schwarz/Weiß-Computer zurückgreifen, die gesamte Information erhalten. Dazu wurden die bisherigen farbigen Frames so verändert, dass auch in der Schwarz/Weiß-Version alles lesbar bleibt.



Entfernung der bisherigen Rahmen (Frames)

Es wurde insgesamt ein einfacherer Aufbau gewählt. Das Fehlen vieler Ebenen erleichtert zum Beispiel für Blinde das Vorlesen durch Sprachcomputer bzw. das Übersetzen in die Braille-Tastatur.





Einführung einfache Sprache

Die wichtigste und umfangreichste Veränderung ist die zusätzliche Einführung der einfachen Sprache auf den Patientenseiten. Diese Seiten sind speziell für Blinde und Gehörlose gedacht. Aber auch ganz allgemein Menschen, die die deutsche Sprache nicht so gut verstehen, können auf diesen Seiten Basisinformationen finden.

Einfache Sprache bedeutet möglichst kurze Sätze, keine Nebensätze und keine Fremdwörter. Gerade deshalb ist diese Übersetzung des Auftrittes in eine einfache Sprache bei Krankenhäusern das größte Problem. Das betrifft vor allem die medizinischen Seiten, die im Normalfall ausführlich medizinische Sachverhalte aufzeigen, meist in relativ langen Sätzen, Branchen bedingt mit vielen Fremdwörtern versetzt. Deshalb haben sich Kliniken bislang nur ansatzweise um Barrierefreiheit bemüht.



Der Auftritt des Klinikums beinhaltet derzeit insgesamt ca. 1350 Seiten. Davon sind 408 Informationsseiten für Patienten und Besucher, 377 für Fachpersonal und Ärzte sowie 374 allgemeine Informationsseiten. Dazu kommen rund zweihundert Termine und Sonderseiten. Bei der Übersetzung in die einfache Sprache beschränkt sich das Klinikum auf die allgemeinen Informationen sowie die Patienten- und Besucherseiten. 213 Seiten sind bereits übersetzt worden. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres alle relevanten Seiten in einfacher Sprache anbieten zu können. Um die Seiten übersichtlicher zu machen und der großen Bandbreite der Wortschatzmenge der Betroffenen gerecht zu werden, ist die Einführung eines Wörterbuchs auf den barrierefreien Seiten geplant.





Statistik

Die Internet-Präsenz des Klinikums Oldenburg zählt zu den meist besuchten Seiten in Oldenburg. Monatlich sind derzeit rund 30 Tausend Seitenabrufe zu verzeichnen. Im Vorjahr waren es noch rund 20 Tausend. Insbesondere die Seiten zur Ausbildung und die der Kinderklinik werden überdurchschnittlich gut besucht.







Ansprechpartner:

Technische Fragen:

Claus Plachetka, Geschäftsführer orgatech GmbH

Tel. 0441/9834712 oder 0177/2338441

Email: info@orgatech.de



Inhaltliche Fragen:

Barbara Delvalle, Pressereferentin Klinikum Oldenburg gGmbH

Tel. 0441/403-2227

email: delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de



Gerriet Neumann, Krankenhausseelsorger und Gehörlosenseelsorger

Tel. 0441/920003

Email: krankenhausseelsorge@klinikum-oldenburg.de





Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:

TERMINE