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Pressemitteilungsarchiv

Diagnostik und Therapie von Lebertumoren

Ca. 100 Radiologen und Ärzte anderer Fachrichtungen trafen sich am Samstag, 13. November 2004 in der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg zur Herbsttagung der Röntgengesellschaft von Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, um sich über die neuesten Entwicklungen bei der Diagnostik und Therapie von Lebertumoren zu informieren. Organisiert hat die Veranstaltung das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des Klinikums Oldenburg.

Oldenburg, den 13. November 2004. Lebertumoren kommen bei über fünf Prozent der Bevölkerung vor und bleiben häufig in der Frühphase unerkannt, aber gerade dann sind sie am besten therapierbar. Die Tagung zeigte auf, dass durch die Entwicklung hochmoderner bildgebender Verfahren es heute möglich ist, über 80 Prozent der Lebertumoren genau zu charakterisieren, was letztendlich die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie ist. Auf großes Interesse der Tagungsteilnehmer stieß auch die Möglichkeit der dreidimensionalen Darstellung von Lebertumoren, die eine präzise OP-Planung ermöglicht, indem sie die Lokalisation des Tumors im Verhältnis zu den Lebergefäßen genau darstellen kann.



„Lebertumor ist nicht gleich Lebertumor. Um die bestmögliche Therapie zu finden, ist es wichtig den Patienten aus verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen“, erklärt Priv.-Doz. Ajay Chavan, Leiter des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin im Klinikum Oldenburg und Organisator der Veranstaltung, „ein Radiologe kann zum Beispiel durch spezielle Verfahren einiges sichtbar machen, was der Chirurg bei der Voruntersuchung des Patienten durch Tasten nicht entdecken konnte.“ Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche ist Grundvoraussetzung, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten, meint der Radiologe weiter. „Im Klinikum Oldenburg arbeiten z.B. die Klinik für Allgemeinchirurgie, die Klinik für Onkologie, die Klinik für Gastroenterologie mit dem Institut für Radiologie bei der Diagnose und Therapie von Lebertumoren eng zusammen.



Im Gegensatz zu früher stehen heutzutage neben der klassischen Operation eine Vielzahl schonender Therapieverfahren zur Verfügung, die teilweise sogar unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden können. Dazu gehören Therapien, die direkt durch die Haut am Tumor wirken und ihn zum Beispiel mittels Hitze (Thermablation) oder mittels direkter Medikamenteneinführung (Chemoembolisation) zerstören. Dies führt dazu, dass der Krankenhausaufenthalt für den Patienten deutlich verkürzt werden kann.



Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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