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Pressemitteilungsarchiv

Ein Jahr Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Der Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher kommt in den Städtischen Kliniken Oldenburg eine immer größere Bedeutung zu. Noch vor zwanzig Jahren war es nur eine einzige Station innerhalb des Elisabeth-Kinderkrankenhauses. Heute sind es drei Stationen mit jeweils acht Betten zur stationären Behandlung, eine Tagesklinik und eine Institutsambulanz. Seit Januar 2000 hat dieser Bereich den Status einer Klinik innerhalb der Städtischen Kliniken und nennt sich Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

Oldenburg, den 4. Januar 2001. Was hat sich in diesem einen Jahr getan? "Seit wir fachlich und wirtschaftlich den Status einer Klinik haben, konnten wir unser Betätigungsfeld vergrößern", erklärt die Leitende Ärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Frau Dr. Agneta Paul. Konnten vorher nur Kinder bis zum 12. Lebensjahr behandelt werden, werden jetzt auch Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr mit psychiatrischen Krankheitsbildern sowohl ambulant, teilstationär, aber auch stationär versorgt. 1.200 ambulante, sowie 140 stationäre und teilstationäre Behandlungen im vergangenen Jahr zeigen den Bedarf in der Stadt Oldenburg und der Umgebung.



Die Arbeit an der Klinik umfasst nicht nur das gesamte Spektrum der körperlichen und seelischen Untersuchung, sondern bezieht auch psychosoziale Aspekte mit ein. Die Zusammenarbeit mit den Familien und zuständigen Institutionen, beispielsweise Jugendämter und Schulen nimmt einen wichtigen Raum ein. Die bestmögliche Behandlung wird an der Klinik garantiert durch die gute Teamarbeit zwischen den einzelnen Fachgruppen. "Wir ziehen hier alle an einem Strang. Egal, ob Facharzt, Diplompsychologe, Pflegepersonal, Erzieher, Ergo- und Bewegungstherapeuten oder auch die Heilpädagogen", zählt Dr. Paul auf und weist daraufhin: "Der Erfolg unserer Arbeit lässt sich daran erkennen, dass die Rate der Wiederaufnahme von vorher in der Klinik behandelten Kinder und Jugendlichen sehr gering ist."



Wenn es um die zukünftige Entwicklung der Klinik geht, hat Frau Dr. Paul noch einen großen Wunsch. "Was uns noch fehlt, ist eine Station, auf der wir schutzbedürftige Kinder und Jugendliche behandeln können. Der Bedarf zur Behandlung von eigen- und fremdgefährdenden Kindern und Jugendlichen, also beispielsweise suizidgefährdete Kinder oder junge Menschen, die ein extrem aggressives Verhalten gegenüber anderen zeigen, wird immer größer."



Einrichtungen, die sich um Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Krankheitsbildern kümmern, gibt es derzeit nur noch in Papenburg, Delmenhorst und Wilhelmshaven.

Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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