Das Klinikum Oldenburg hat den gestiegenen Anforderungen an ein modernes Krankenhaus folgend ein Institut für Krankenhaus-hygiene etabliert. Die Aufgabe dieses Institutes ist es, Fächer übergreifend das Hygienemanagement am Klinikum qualitativ hochwertig zu erhalten und aktuellen Erfordernissen anzupassen.
Dabei sieht der Institutsleiter Dr. Jörg Herrmann drei zentrale Betätigungsfelder: Die Erfassung und Verhinderung von nosokomialen, also im Krankenhaus erworbenen Infektionen, die Überwachung von Antibiotika-Resistenzen und die Hygiene-beratung des Klinikums bei Bauvorhaben und dem Einkauf von Medizinprodukten.
Das Institut für Krankenhaushygiene stellt seine Dienste auch anderen Krankenhäusern der Region in Form einer externen Hygieneberatung zur Verfügung. Die Gründung des Institutes erfolgte gemeinsam mit dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg. Darüber hinaus gibt es weitere Kooperationen mit anderen Häusern der Region.
Oldenburg, den 15. January 2004.
In Deutschland erleiden jährlich über eine halbe Million Menschen eine nosokomiale Infektion. Für den Patienten bedeutet eine solche Infektion zumindest eine Verlängerung seines Krankenhausaufenthaltes. Durch die professionelle Überwachung dieser Infektionen und die Verbesserung entsprechender Hygienemaßnahmen konnte die Zahl der nosokomialen Infektionen laut einer Studie um ca. ein Drittel gesenkt werden. Das Klinikum Oldenburg nimmt im Rahmen des sogenannten KISS-Projektes des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance an dieser Überwachung teil.
Besonderes Augenmerk verdienen auch Bakterien, die zunehmend gegen Antibiotika resistent werden, wie z.B. die MRSA / ORSA. Patienten, die mit diesen Bakterien infiziert sind, müssen isoliert werden, um eine weitere Verbreitung der Bakterien im Krankenhaus zu verhindern.
Die Überwachung der Desinfektion und Sterilisation der medizinischen Geräte und Instrumente gehört ebenfalls in den Bereich der Hygiene.
Auch die frühzeitige Berücksichtigung von hygienischen Vorgaben bei der Bauplanung kann zu erheblichen Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen führen.
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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