So manches Kinderherz hat der Streichelzoo der Familie Siwek in den vergangenen Jahren vor Freude höher schlagen lassen. Mit den gesammelten Spenden, die dem Kinderkrankenhaus des Klinikums Oldenburg zugute kamen, konnte so manches angeschafft werden, was sonst nicht möglich gewesen wäre. 2009 war der Streichelzoo nun ein letztes Mal unterwegs und hat wieder 7.900 Euro gesammelt, die Frerk Siwek an den Verein der Freunde des Kinderkrankenhauses e.V. am Montag, den 8. März übergab. Trotz des erfreulichen Anlass spielte bei der Übergabe des Schecks viel Wehmut mit, denn aus Altersgründen wird die Familie Siwek jetzt nicht mehr mit dem Zoo unterwegs sein. „Wir sind der Familie Siwek zu großem Dank verpflichtet. Sie haben lange Jahre unter großem persönlichen Einsatz das Kinderkrankenhaus unterstützt.“, sagt Prof. Dr. Christoph Korenke, der nicht nur Klinikdirektor in der Kinderklinik ist, sondern auch im Vorstand des Fördervereins sitzt. Im Laufe der letzten Jahre hat die Familie fast 100.000 Euro an Spenden gesammelt.
Oldenburg, den 8. March 2010.
1994 - damals noch in Zusammenarbeit mit dem Kaninchenzuchtverein Petersfehn - wurde der Streichelzoo ins Leben gerufen und für krebskranke Kinder in Berlin gesammelt. „Seit 1998 kommen die Spenden dem Elisabeth-Kinderkrankenhaus zu gute“, weiß Anke Berghoff von der Pflegedienstleitung der Kinderklinik, „aber nicht nur das Geld zählt. In den vergangenen Jahren gab es kein Sommerfest in der Kinderklinik ohne Streichelzoo.“ Sie ergänzt:: „Wir werden den Streichelzoo bei unserem nächsten Sommerfest sicherlich vermissen.“
Schnell wurde der Streichelzoo in der gesamten Region bekannt. In den Jahren ist neben dem Zoo auch noch eine so genannte Brutmaschine dazugekommen. In Kindergärten und Grundschulen können Kinder über eine längere Zeit in einem Glaskasten die Entwicklung vom Ei zum Küken beobachten. Die Einnahmen aus den „Mietkosten“ gehen zu 100 Prozent wie übrigens auch die „Miete“ des Streichelzoos dem guten Zweck zu. Neben den festgelegten Mietkosten kommen dabei immer auch noch zusätzliche Spenden dazu. 2004 wurde der Streichelzoo und die Brutmaschine zum Familien¬unter¬nehmen Siwek.
Die Haltungs- und Transportkosten für die Tiere hat die Familie Siwek selber getragen – ganz zu schweigen von ihrem persönlichen Einsatz. Zum ehrenamtlichen Familienbetrieb gehören neben Frerk Siwek, seine Frau Hanna, und ab und an haben auch mal die Enkel mitgeholfen.
Aber jetzt ist Schluss mit dem Streichelzoo. Es ist für den fast 80jährigen und seine Frau körperlich einfach zu anstrengend, aber ganz zur Ruhe setzen will sich das Ehepaar Siwek nicht. „Mit der Brutmaschine machen wir auf jeden Fall weiter,“ versichert Frerk Siwek.
Der Verein der Freunde des Elisabeth-Kinderkrankenhauses setzt die Spendengelder für Maßnahmen ein, die den kleinen Patienten zu Gute kommen und vom Krankenhausträger nicht finanziert werden können. Prof. Dr. Christoph Korenke zählt auf, was mit den Spendengelder unter anderem angeschafft wurde. „Wir haben in den vergangenen Jahren die verschiedensten Dinge von dem Geld angeschafft, zum Beispiel einen Billardtisch oder ein Bettfahrrad für bettlägrige Kinder, die damit ihre Muskeln sozusagen auch im Liegen erhalten beziehungsweise aufbauen können. Mit der neuen Spende wollen wir unter anderem die Finanzierung der Klinikclowns für ein weiteres Jahr sichern und einen neuen Fußballkicker kaufen.“
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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