Mit dem Betrag von € 6.000,00 unterstützt die Inga Köthe Stiftung die Kinderkardiologie der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg. Das Geld wurde zur Anschaffung eines EKG-Labores mit mobilem Gerät eingesetzt, die andere Hälfte der Anschaffungskosten übernahm das Klinikum.
Oldenburg, den 23. August 2006.
Dr. Reinald Motz, leitender Kinderkardiologe in der Oldenburger Kinderklinik ist für diese Unterstützung sehr dankbar: „Damit sind Vor-Ort-Untersuchungen, aber auch längere EKG-Aufzeichnungen über eine Woche möglich. Dies bedeutet weniger Stress für die Kinder und die Eltern, aber auch Arbeitserleichterung für die EKG-Schwester im Klinikum und größere Diagnosesicherheit.“ Zudem lässt sich das Gerät mit den Klinik-Rechnern vernetzen.
Neben seiner stationären Arbeit in der Kinderklinik besucht der Kinderkardiologe regelmäßig die Kinderklinik in Papenburg. Andere Krankenhäuser in der Weser-Ems-Region sollen in Zukunft eingeschlossen werden. Dadurch können Eltern ihre herzkranken Kinder wohnortnah einem Kinderkardiologen vorstellen und sich mit ihm beraten, welche Behandlung in welchem Schwerpunktkrankenhaus für das Kind am besten ist.
„Die Stiftung erkennt mit ihrer finanziellen Förderung den Einsatz von Dr. Motz zum Wohle herzkranker Kinder in der gesamten Weser-Ems-Region an“, erklärt Heiko Büsing vom Vorstand der Inga Köthe Stiftung und Peter Hackbarth vom Kuratorium der Stiftung ergänzt: „Ein Zweck der Stiftung ist die Bekämpfung und die Behandlung von Kinderkrankheiten, vorzugsweise die individuelle Unterstützung der Behandlung von herzkranken Kindern durch geeignete Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen. Mit diesem Gerät ist die Diagnosesicherheit größer und herzkranke Kinder werden weniger belastet.“
Ca. 2500 Kinder in der Weser-Ems-Region leiden unter einer Herzerkrankung. Darunter fallen angeborene Herzfehler, aber auch erworbene Herzerkrankungen, zum Beispiel Entzündungen der Herzbeutel oder des Herzmuskels. Die Kinder müssen zum Beispiel regelmäßig beobachtet oder eine Medikamentengabe überwacht werden. Auch zur Diagnostik wird diese Gerät eingesetzt. „In der Kinderklinik werden zur Zeit ca. 250 herzkranke Kinder stationär behandelt, dazu kommen 500 ambulant betreute Kinder. Wir arbeiten eng mit allen Krankenhäusern und Kinderkardiologen aus der Region zusammen. Mit diesem neuen Gerät können wir diese Zusammenarbeit festigen und erleichtern“, freut sich Dr. Motz.
Auch in Zukunft will die Inga Köthe Stiftung die Kinderkardiologie des Klinikums unterstützen. Es fehlt zum Beispiel eine Sozialarbeiter-Stelle, die sich um Hilfsgesuche betroffener Eltern kümmert und mobil in der Region tätig werden kann. „Derzeit prüfen wir, ob wir einen Teil dieser Kosten übernehmen können, allerdings müssten hier auch noch andere Institutionen mitziehen. Wir hoffen, dass wir noch Mitstreiter finden, um auch hier unterstützend tätig werden zu können“, meint Heiko Büsing.
Die Inga Köthe Stiftung wurde 2002 von Inga Köthe errichtet. Sie starb 2003. Ihr Vermächtnis ist, schwer erkrankten Kindern und den jeweils betroffenen Familien in ihrer Not zu helfen.
Ihr Ansprechpartner:
Heiko Büsing, eMail h.f.buesing@ewetel.net
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