Der Morbus Osler ist eine erbliche Erkrankung der Blutgefäße. Sie ist gekennzeichnet durch krankhafte Gefäßmissbildungen in verschiedenen Organen. Am häufigsten ist der Nasen- und Rachenraum betroffen, es können aber auch Gefäßveränderungen in den inneren Organen und im Gehirn auftreten. Diese Missbildungen reißen leicht auf und rufen Blutungen hervor. Blutarmut, Abgeschlagenheit, Schlaganfall, Bluterbrechen, anhaltende Bauchschmerzen und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Zustände durch Herz- oder Leberversagen sind mögliche Folgen. Alleine in Deutschland sind rund 35.000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen.
Oldenburg, den 12. March 2009.
Um den Menschen mit Morbus Osler zu helfen, wurde vor knapp 12 Jahren die Morbus-Osler-Selbsthilfe e. V. auf Bundesebene für ganz Deutschland gegründet. Die diesjährige Jahres¬tagung der Selbsthilfegruppe findet vom 27. – 29. März in Bad Zwischenahn und Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Oldenburg statt. Die Ver¬anstaltung startet am Freitag, den 27. März in Bad Zwischenahn im Hotel „Haus am Meer“ gleich mit einem Höhepunkt, dem Vortrag von Dr. Claire Shovlin aus London zum Thema „Schwangerschaft und Morbus Osler“. Am Samstag beginnt dann ein Aktionstag vormittags mit Vorträgen zu den neuesten Erkenntnissen im Medizinischen Ausbildungszentrum des Klinikums an der Brandenburger Straße Nr. 19. Am Nachmittag folgen dann Führungen durch das Institut für Diagnostische & Inter-ventionelle Radiologie, die HNO-Klinik und die Klinik für Gastroenterologie. Die Teilnehmer haben nicht nur die Möglichkeit sich grundlegend zu dieser Erkrankung zu informieren; sie können sich zudem mit den Vertretern der Selbsthilfegruppe, mit anerkannten Ex¬per¬ten aus der Medizin sowie Betroffenen ins Gespräch kommen. Die Veranstalter rechnen mit mehr als hundert Teilnehmern, Anmeldungen sind noch möglich bei Tagungssekretariat Kerstin Büschen, Radiologie, Klinikum Oldenburg unter Telefon 0441/403- 2521 oder E-Mail: bueschen.kerstin@klinikum-oldenburg.de.
Ein Schwerpunkt wird am Samstag die Leberbeteiligung bei Morbus Osler darstellen. Neben Vorträgen zur konservativen Therapie, neuen Medikamenten sowie zu den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten wird Prof. Dr. Ajay Chavan, Leiter des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Oldenburg, auf die neuesten radiologischen Behandlungsmöglichkeiten eingehen. Hintergrund ist, dass bei Morbus Osler auch in der Leber Gefäßmissbildungen auftreten können, die zu Leberversagen oder zu einer Überlastung des Herzen führen können.
„Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung haben Betroffene oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis die Erkrankung überhaupt diagnostiziert wird“ so Klaus Hanselmann, Vorsitzender der Morbus Osler Selbsthilfe e.V., „Wir möchten deshalb die Öffentlichkeit über diese Erkrankung informieren und Betroffenen Unterstützung und Rückhalt geben.“
Informationen über die Krankheit und die Selbsthilfegruppe bei der Morbus Osler Selbsthilfe e.V. unter Telefon 02163/81249 oder Email: info@morbus-osler.de
Weiterführende Informationen:
www.morbus-osler.de
Ihr Ansprechpartner:
Kerstin Büschen , eMail bueschen.kerstin@klinikum-oldenburg.de
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:
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