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Pressemitteilungsarchiv

Traumazentrum Oldenburg gegründet

Traumazentrum Oldenburg gegründet Mit ihren Unterschriften unter eine entsprechende Kooperationsvereinbarung beschlossen der Vorstand des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg und die Geschäftsführung des Klinikums Oldenburg sowie die Leiter des Traumazentrums Dr. Ulf Niemann für das Evangelische Krankenhaus und Dr. Günter Sokolowski für das Klinikum Oldenburg die Gründung des Traumazentrums Oldenburg. Dieses wird seinen Betrieb am 1. März 2009 aufnehmen.

Oldenburg, den 27. February 2009. Das Traumazentrum Oldenburg ist ein wesentlicher Bestandteil des regionalen Traumanetzwerks im Raum Oldenburg, dem Umland und Ostfriesland, an dem insgesamt zur Zeit elf Kliniken der Weser-Ems-Region beteiligt sind. Aufgabe des Traumanetzwerks ist die verbesserte und standardisierte Versorgung von Schwer¬unfall¬verletzten der Region nach den Vorgaben des Weißbuchs* der Schwerverletztenversorgung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.



Beide Kliniken gemeinsam halten alle Fachabteilungen vor, die zur Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten benötigt werden – ganz gleich ob es sich zum Beispiel dabei um Kinder oder Erwachsene, um Verletzte mit oder ohne Schädel-Hirn-Trauma handelt. Die beiden Kliniken werden täglich wechselseitig für jeweils 24 Stunden aufnahmebereit sein und sicherstellen, dass über das bisherige Versorgungsniveau hinaus ständig mindestens ein Schwerunfallverletzter in dem aufnahmebereiten Haus versorgt werden kann. Damit steht den umliegenden Kliniken und den Rettungsleitstellen rund um Uhr ein klar definierter und aufnahmebereiter Ansprechpartner zur Verfügung. Unabhängig davon bleibt die bisherige unfallmedizinische Versorgungskapazität erhalten.



Ein festes „Traumatelefon“ mit einer einzigen Rufnummer wurde eingerichtet, über das die jeweils aufnahmebereite Klinik erreicht werden kann, so dass die beteiligten Kliniken des Trauma¬netz¬werks und die Rettungsleitstellen stets einen kompetenten Ansprechpartner für die Zuweisung von Schwerunfallverletzten finden und nicht mehr suchend herumtelefonieren müssen.

Durch ein folgendes Zertifizierungsverfahren wird sichergestellt, dass die unfallmedizinischen Vorgaben auch tatsächlich in struktureller und personeller Weise erfüllt werden. Dadurch sind nun die Voraussetzungen geschaffen, dass in der Weser-Ems-Region die bisherigen hohen Behandlungsstandards in der Weise verbessert werden, dass zu jeder Zeit und an jedem Ort die gleich gute Versorgung von Unfallopfern und Schwerverletzten stattfindet.



* Weißbuch Schwerverletztenversorgung

Diese „Empfehlungen zur Struktur, Organisation und Ausstattung der Schwerverletztenversorgung“ inklusive Traumanetzwerk beschreiben, wie jeder Schwerverletzte innerhalb von 30 Minuten nach dem Unfall in einem, für die Behandlung der Verletzungsfolgen geeigneten Krankenhaus kompetent versorgt werden kann. Daneben enthält das Weißbuch Qualitäts-Standards und - Kriterien, Mindestanforderungen für das notwendige Team, die notwendigen Versor¬gungs¬struk¬turen und -Kapazitäten.



Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 
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