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Wenn Eltern an Krebs erkranken...

Längst ist bekannt, wie sehr Kinder leiden, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Die psychologische Versorgung ist aber, insbesondere, wenn es sich um schulpflichtige Kinder handelt, die auf Nachmittagstermine angewiesen sind, bei weitem nicht ausreichend. In der Regel müssen diese Kinder ein halbes Jahr und länger auf professionelle psychologische Unterstützung warten. Um Abhilfe zu schaffen hat das Klinikum Oldenburg seit September 2009 eine psychologische Beratungs- und Therapiesprechstunde speziell für Kinder bis zum 18. Lebensjahr onkologischer Patienten geschaffen – die erste dieser Art in der Region.

Oldenburg, den 3. Dezember 2009. „Kinder können kein halbes Jahr warten, sie benötigen umgehend eine professionelle psychologische Beratung und Behandlung, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, “ weiß Angela Bauer, Psychoonkologin in der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum. Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP-Klinik) wurde deshalb ein spezifisches Konzept erstellt und die „Kindersprechstunde für Kinder onkologischer Patientinnen und Patienten“ eingerichtet, die am 1. September ihre Arbeit aufgenommen hat. „Viele unserer Patienten haben noch Kinder, die zuhause wohnen und noch nicht volljährig sind. Die Einrichtung dieser Sprechstunde nimmt auch einen großen Druck von den betroffenen Eltern, die doch den größten Teil ihrer Kraft in ihre Genesung stecken müssen. Oft genug sind auch sie mit der Situation überfordert.“, erklärt Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie und Frau Dr.-medic (RO) Agneta Paul, Direktorin der KJPP-Klinik ergänzt: „Für Kinder und Jugendliche ist es oft ein Schock, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt. Sie brauchen kompetente Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer Angst und Hilflosigkeit. Leider gibt es bisher im gesamten Oldenburger Raum keine entsprechenden Angebote.



In der Sprechstunde kümmern sich die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dr. Katrin Uhrlau und die Psychologin Hannelore Seeberg jeweils dienstags und donnerstags um die Anliegen der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Das individuell ausgerichtete Angebot umfasst die Krisenintervention, kreative Angebote und Gesprächsgruppen zur Verarbeitung der elterlichen Erkrankung, der damit verbundenen belastenden eigenen Gefühle und Gedanken, sowie der veränderten Situation Zuhause. Bei Bedarf sind auch Einzeltherapien möglich, zudem gehören heilpädagogische Angebote, Trauerbegleitung und Elternberatung und -gespräche dazu, um die Eltern im Umgang mit ihren Kindern zuhause zu unterstützen.



Das Angebot steht selbstverständlich auch den Kindern onkologischer Patienten anderer Kliniken, onkologischer Praxen oder sonstiger Einrichtungen offen. Bei großer Nachfrage wird der zeitliche Rahmen entsprechend dem Bedarf erweitert. Auch an Krebs erkrankte Eltern, die für ihre Kinder eine psychologische Unterstützung wollen, können sich an das Sekretariat der KJPP-Klinik, Telefon: 0441/ 403-10062) unter dem Stichwort „Sprechstunde für Kinder von onkologischen Patienten“ informieren und anmelden.



Ansprechpartner für Redaktionen:


Angela Bauer, Klinik für Onkologie und Hämatologie

Tel. 0441/403-2267, E-Mail: bauer.angela@klinikum-oldenburg.de

Dr. –medic (RO) Agneta Paul, KJPP-Klinik,

Tel. 0441/403-10061, E-Mail: k-j-psychiatrie@klinikum-oldenburg.de



Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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