Schnellnavigation




Pressemitteilungen

Eingangsportal des Klinikums Oldenburg

Prostatakarzinom-Zentrum Oldenburg stellt sich vor

Prostatakarzinom-Zentrum Oldenburg stellt sich vor (Oldenburg). Am 14. August 2009 bekam das Prostatakarzinomzentrum Oldenburg von der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifikat mit Bestnote. Einblicke in die Arbeit des Zentrums gaben Privat-Dozent Dr. Friedhelm Wawroschek, Leiter des Zentrums und Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum Oldenburg sowie der Stellvertretende Zentrumsleiter Dipl. Phys. Dr. Kay C. Willborn, Geschäftsführender Direktor der Klinik für Strahlentherapie am Pius-Hospital, am Montag, 10. Mai 2010. Rund 100 niedergelassene Kollegen aus der Region informierten sich im Alten Oldenburger Landtag über die Arbeit des Zentrums.

Oldenburg, den 11. Mai 2010. Den Gastvortrag hielt Dr.Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister von Bremen über das Thema „Gesundheit ist auch Männersache!“. Mit seinen Geschlechtsgenossen ging der ausgebildete Jurist dabei sehr hart ins Gericht. „In Sachen Gesundheitsvorsorge sind Männer echte Schmalspurstrategen. Frauen sind uns weit voraus. Wir Männer müssen ein Stück Selbstverantwortung für unseren Körper übernehmen.“ Dabei wies Scherf auf die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchungen hin. „Gerade bei einer frühen Diagnose von Prostatakrebs hat der Mann hohe Heilungschancen. Es ist einfach klug, sich regelmäßig untersuchen zu lassen und die Vorsorgeuntersuchung ist nicht sehr aufwändig.“ Männer ab 45 Jahren haben jährlich Anspruch auf eine Prostatavorsorgeuntersuchung und sollten dies auch nutzen. Am Ende seines Vortrags wünschte Dr. Scherf dem Prostatakarzinom-Zentrum in Oldenburg viel Erfolg.

Auf großes Interesse trafen auch die Ausführungen von Prof. Dr. Oliver Hakenberg aus Rostock, der über die S3-Leitlinie referierte. Diese Leitlinie soll zur Verbesserung der Versorgung von Prostatakarzinompatienten dienen und bietet die Basis für eine individuell zugeschnittene Therapie.

Das Prostatakarzinom-Zentrum (PKZ) Oldenburg

„Über 300 Patienten wurden bisher im Prostatakarzinom-Zentrum Oldenburg versorgt. In Niedersachsen gibt es nur vier zertifizierte Prostatakarzinomzentren. In unserem Zentrum können wir Patienten aus der Region die bestmögliche Behandlung anbieten. Wir werden dabei jährlich durch die deutsche Krebsgesellschaft überprüft, so dass wir unseren Patienten einen extern überprüften, hohen Qualitätsstandard garantieren können.“, berichtet Dr. Wawroschek.

Um den Patienten Zeit und Wege zu sparen, eröffnete bereits im Juli 2009 das Pius-Hospital eine Zweigstelle der Strahlentherapie auf dem Gelände des Klinikums. „Seit der Zertifizierung haben wir in unserer Zweigstelle bei 34 Prostatakrebspatienten eine Strahlentherapie durchgeführt. Diese hohe Zahl zeigt an, dass das Angebot der kurzen Wege von den Patienten angenommen wird.“, sagt Dr. Willborn.

Zusammenarbeit wird im Zentrum groß geschrieben. Interdisziplinär wird für jeden Patienten die bestmögliche Therapie abgesprochen. Die Behandlungspalette reicht dabei von der Operation über die minimalinvasive Lymphknotentfernung in Sentinel-Technik bis zur Bestrahlung und der Chemo- oder der antihormonellen Therapie. „Die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen und insbesondere mit den niedergelassenen Kollegen ist von großer Bedeutung. Ziel ist dabei immer, die Therapie ganz individuell auf den Patienten abzustimmen. Immer häufiger können wir aber auch Patienten lediglich regelmäßig kontrollieren und müssen nicht operieren oder bestrahlen“, erklärt Oberarzt Dr. Alexander Winter, Zentrums-Koordinator und zur Leitung gehörend.

Zahlen, Daten, Fakten

Bundesweite Statistik Prostatakarzinom:

58.000 Neuerkrankungen im Jahr; mit 25,4 % aller diagnostizierten Krebserkrankungen die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland.

PKZ Oldenburg:

- 305 Patienten seit August 2009 behandelt

- bei 230 wurde die Prostata operativ entfernt (radikale Prostatektomie); - 54 mal wurde die Strahlentherapie angewendet,

davon 34 in der Zweigstelle des Pius-Hospitals am Klinikum Oldenburg.

- Die Patienten sind durchschnittlich 60 Jahre alt.

- Die Patienten kommen nicht nur aus der Region, sondern auch zum

Beispiel aus Bremen und Hannover.

Insgesamt ca. 60 % der Patienten kommen nicht aus Oldenburg.

Pressemitteilungen über das Koorperationsprojekt "Ein Krankenhaus für Bo in Sierra Leone" finden Sie hier.

TERMINE

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Alexander Winter, eMail winter.alexander@klinikum-oldenburg.de

Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung: