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Fremdblutsparende Maßnahmen bei herz-, thorax- und gefäßchirurgischen Operationen

Die Risiken von Fremdbluttransfusionen sind ein viel und häufig sehr emotional diskutiertes Thema.
Konsequenterweise nutzen wir die derzeit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um die Gabe von Fremdblut während der Herzoperation zu vermeiden oder zu reduzieren.

1. Vor der Operation
Eigenblutspende (EBS), Gewinnung von Eigenplasma, Kontrollierte Blutverdünnung.

2. Während der Operation
Einsatz des Cell Savers : Aus der Operationswunde abgesaugtes Blut wird gesammelt, aufbereitet und dem Patienten zurücktransfundiert.

Rücktransfusion von Blut aus der Herz-Lungen-Maschine.

Gabe von Medikamenten, die die Blutgerinnung stabilisieren und so den Blutverlust verringern.

3. Nach der Operation
Rücktransfusion von Drainageblut (durch Cell Saver aufgearbeitet).


Die konsequente Nutzung der genannten Möglichkeiten der Fremdbluteinsparung hat dazu geführt, daß seit Jahren im Schnitt nur noch 25 % unserer Patienten, die mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine operiert worden sind, während der Operation Fremdblutmaterial erhalten haben. Der größte Teil der Transfusionspatienten waren Patienten, die nur 1 - 2 Blutkonserven pro Operation erhielten.

Die Durchführung der Eigenblutspende erfolgt durch das DRK Oldenburg nach Begutachtung durch die Kardioanästhesie in Absprache mit Kardiologie und Kardiochirurgie.

Für die Eigenblutspende gibt es gewisse Einschränkungen, die teilweise sogar die Anwendung des Verfahrens bei bestimmten Vorerkrankungen verbieten. Für entsprechende Fragen zum Thema Eigenblutspende, fremdblutsparende Verfahren und Transfusionswesen stehen Oberarzt Dr. med. Gerhard Dangel oder der Ltd. Arzt Dr. med. Thomas Augenstein zur Verfügung (Tel. 403 2426).

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