Durch die gezielte Fehlbildungsdiagnostik lassen sich ca. 80-90 % aller kindlichen Fehlbildungen erkennen bzw. ausschließen. Chromosomenanomalien wie vor allem das Down-Syndrom sind durch Ultraschalluntersuchung nicht auszuschließen, es lassen sich jedoch auch hier durch den erfahrenen Untersucher in der Mehrzahl der Fälle Hinweiszeichen finden, d.h. ein unauffälliger Befund reduziert das verbleibende Risiko. Nicht zu erkennen sind Veränderungen, die erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft auftreten, z.B. als Folge einer Infektion, oder die nicht zu einer zum Zeitpunkt der Untersuchung erkennbaren Form- oder Strukturveränderung des erkrankten Organs führen.
Die rechtzeitige Diagnose einer kindlichen Fehlbildung oder Erkrankung kann die Chancen des Kindes durch Einleitung einer vorgeburtlichen Behandlung oder (häufiger) durch entsprechende Planung von Geburt und nachgeburtlicher Betreuung (z.B. Operation) verbessern. Ggf. wird das weitere Vorgehen unter Einbeziehung der Eltern mit den entsprechenden Spezialisten des Klinikums Oldenburg besprochen.
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