Besteht bei einer Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Chromosomenanomalien (z.B. Down-Syndrom, umgangssprachlich oft noch als Mongolismus bezeichnet), kann dies durch eine Fruchtwasseruntersuchung ausgeschlossen bzw. bestätigt werden.
Hierbei wird unter kontinuierlicher Ultraschallsicht die Fruchthöhle durch die Bauchdecke punktiert und ca. 10-15 ml Fruchtwasser entnommen, das je nach Fragestellung z.B. in unserer Abteilung für Klinische Genetik und Zytogenetik weiter untersucht wird. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Sekunden, mit Vorbereitung etc. einige Minuten. Anschließend wird körperliche Schonung für 1-2 Tage empfohlen, Bettruhe ist nicht erforderlich.
Als invasiver Eingriff ist die Amniozentese mit dem Risiko der Auslösung einer Fehlgeburt durch Blasensprung, Blutung oder Infektion in einer Größenordnung von 0,5 % verbunden. Eine kindliche Schädigung durch Verletzung ist zwar theoretisch möglich, das Risiko aber sehr gering (weit unter 0,03%); noch weit unwahrscheinlicher ist eine mütterliche Gefährdung durch Blutung oder Infektion (unter 0,001%).
Durchführbar ist der Eingriff ab 13 vollendeten Schwangerschaftswochen.
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