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Allgemeines zur Anästhesie

Der Begriff Anästhesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Unempfindlichkeit gegenüber Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreizen.
Umgangssprachlich wird dafür oft der Begriff "Narkose" verwendet.
Diese Empfindungslosigkeit bzw. Betäubung kann auf verschieden Arten erreicht werden.

  • Lokalanästhesie (örtliche Betäubung), bei der nur kleinere Hautareale örtlich anästhesiert werden
  • Regionalanästhesie, bei der einzelne Körperregionen, z. B. ein Arm oder die untere Körperhälfte, vorübergehend empfindungslos gemacht werden
  • Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), bei welcher der Patient künstlich in Schlaf versetzt und sein Schmerzempfinden komplett ausgeschaltet wird.

Mehr Informationen, finden Sie unter den entsprechenden Unterpunkten in der Menüleiste.
 
Um vermeidbare Zwischenfälle zu verhindern, ist es wichtig, dass Sie 6 Stunden vor einer Anästhesie nichts mehr essen und keine trüben Flüssigkeiten trinken. Bis 2 Stunden vor der Anästhesie dürfen Sie jedoch noch klare Flüssigkeiten zu sich nehmen. Die morgendliche Einnahme von Tabletten mit Wasser ist auch direkt vor der Anästhesie noch erlaubt. Für Kinder und Säuglinge gelten andere Grenzen, über die wir im Prämedikationsgespräch informieren.
 Prämedikationsgespräch
Vor jeder geplanten Anästhesie führen wir ein Vorgespräch (Prämedikationsgespräch) durch. So haben die Patienten die Gelegenheit, uns kennen zu lernen und offene Fragen mit uns zu klären. Nach einer körperlichen Untersuchung und einer Aufklärung über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anästhesieverfahren treffen wir gemeinsam mit dem Patienten die Entscheidung über die zur Anästhesie notwendigen Maßnahmen.
 
Welches Verfahren der oben genannten das jeweils Günstigste ist, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Es hängt im Wesentlichen von dem bevorstehenden Eingriff, dem Gesundheitszustand mit eventuellen Vorerkrankungen und einigen anderen Faktoren ab.

Manche Eingriffe, wie z. B. die meisten Baucheingriffe, Operationen an Kopf, Hals und Brustkorb, erfordern in der Regel eine Vollnarkose. Andere Eingriffe z. B. an Armen oder Beinen, kleinere Prostata- oder Blasenoperationen, Unterleibseingriffe wie ein Kaiserschnitt lassen sich sehr gut und sicher in Regionalanästhesie durchführen. Auch bei manchen Vorerkrankungen wie z. B. wesentlichen Störungen der Lungenfunktion bietet die Regionalanästhesie Vorteile.

Bei einigen Eingriffen profitiert der Patient auch von einer Kombination der Regionalanästhesie und Allgemeinanästhesie. Dabei kann ein Schmerzkatheter sowohl während als auch nach der Operation zur Schmerztherapie genutzt werden.

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