Die Klinik für Anästhesiologie (AINS) verfügt über einen eigenen Funktionsbereich, der sich der Behandlung chronischer Schmerzen widmet, die Schmerztherapie.
Seit 1996 ist Petra Krumschmidt, Fachärztin für Anästhesie, Leiterin der Ambulanz. Sie verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen Spezielle Schmerztherapie.
Zwei weitere Ärzte/Ärztinnen aus der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, sind schwerpunktässig für die stationäre Schmerzbehandlung eingesetzt. Komplettiert wird das Team durch Ingeborg Böning, Diplom-Psychologin, sowie die Arzthelferinnen Wenke Brandt und Marion Suschke.
Die Hauptaufgabe von Schmerztherapeuten ist die Behandlung von chronischen Schmerzen. Diese können entstehen, wenn eine Grunderkrankung nicht heilbar ist, wenn trotz Behandlung einer Grunderkrankung Schmerzen als Symptom weiter bestehen bleiben oder wenn die eigentliche Grunderkrankung noch nicht behandelt werden konnte, da sie nicht erkannt wurde.
In manchen Fällen ist eine Behandlung einer Grunderkrankung zwar möglich, jedoch sehr langwierig und geht ebenfalls mit starken Schmerzen einher. Wer an chronischen Schmerzen leidet, die trotz aller bisherigen Bemühungen nicht erträglich sind, für den ist es sinnvoll, eine Schmerzambulanz aufzusuchen.
Die subjektive Empfindung "Schmerz" hat in der Regel eine objektive Ursache: Eine Verletzung, Entzündung o. ä. . Zwischen schmerzauslösendem Reiz und dem "Schmerz" greift eine große Zahl schmerzmodulierender Systeme ein, die chemischer, physikalischer aber auch psychischer Art sein können. Diese können verstärkend oder lindernd auf das Schmerzempfinden wirken.
Ist also die Behebung der Schmerzursache und die Anwendung schmerzlindernder Verfahren das Arbeitsfeld der Medizin, so spielt bei der Therapie des Schmerzerlebens auch die Psychologie eine bedeutende Rolle.
Ängste, Stress und Anspannung können ein Schmerzempfinden bewirken, das in keiner direkten Verbindung mehr zur auslösenden Ursache steht.
Jeder Schmerz hat also auch eine psychische Komponente und bedarf daher häufig einer psychologischen Begleittherapie. Auch bewirken chronische Schmerzen auf Dauer oft psychische Verstimmungen, so daß eine verhaltenstherapeutische und stützende Begleitung angebracht ist, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
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