Ein Rettungsteam wird in die Wohnung eines unheilbar krebskranken Mannes gerufen. Dieser ist mittlerweile nicht mehr kontaktierbar und die Angehörigen teilen mit, dass eine Patientenverfügung existiert. Wie soll sich das Rettungsteam in dieser Situation verhalten? Muss der Notarzt lebenserhaltende Sofortmaßnahmen ergreifen oder sich trotz akuter Lebensgefahr zunächst ein Bild über den Wunsch des Patienten verschaffen? Diese sehr aktuelle Frage ist eines der Themen auf dem 7. Oldenburger Notfallsymposium, zu dem am 24.Oktober 2009 (9 - 17 Uhr) wieder rund 500 Notärzte, Rettungsassistenten und Pflegekräfte im Neuen Hörsaalgebäude der Universität Oldenburg erwartet werden. Weitere spannende Themen umfassen die Medikamentengabe über Kanülen, die im Notfall , wenn eine Infusion lebensnotwendig ist, aber nicht angelegt werden kann, in den Knochen des Patienten „gebohrt“ werden, und die Gefährdung von Notärzten und Rettungsdienstpersonal durch automatische Feuerlöschanlagen. Neben vielen qualifizierten Vorträgen werden auch mehrere Workshops veranstaltet, in denen praktische Übungen zu aktuellen Behandlungsmethoden und Anleitungen zum Verhalten bei Großschadensfällen angeboten werden.
Oldenburg, den 16. October 2009.
Die Ausrichtung dieses überregionalen Symposiums erfolgt traditionell als Kooperationsprojekt zwischen dem Malteser Hilfsdienst und der Klinik für Anästhesiologie des Klinikums Oldenburg. Das Symposium wendet sich an alle im Rettungsdienst Tätige. „Auch die Notfallmedizin muss sich dem fortschreitenden Wandel in der ambulanten und stationären Patientenversorgung stellen und neue Aufgaben übernehmen. Um so wichtiger ist in dieser überregionalen Fortbildungsveranstaltung der Dialog zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen. Das Oldenburger Notfallsymposium vermittelt auch in diesem Jahr wieder neueste Erkenntnisse bei der Notfallmedizinischen Versorgung von Patienten im Rettungsdienst.“, erklärt Prof. Dr. Andreas Weyland, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Notfall- Intensivmedizin und Schmerztherapie im Klinikum Oldenburg. „Uns ist dabei auch die Praxisnähe sehr wichtig, so dass wir nicht nur Vorträge bieten, sondern eine Demonstration einer Höhenrettung vorbereitet haben und in mehreren Workshops den Teilnehmern praktische Erfahrungen ermöglichen“, ergänzt Frank Flake vom Malteser Hilfsdienst, Bezirksgeschäftsstelle Oldenburg.
Die Anmeldung für die Veranstaltung ist auch noch an der Tageskasse möglich. Die Teilnahmegebühr (inkl. Mittagsimbiss) beträgt 30 Euro. Anfragen beantwortet das Kongress-Sekretariat beim Malteser-Hilfsdienst gGmbH in Oldenburg, Telefon 0441/972800, Fax 0441/9728080, email: info@notfall-symposium.de.
Weiterführende Informationen:
www.notfall-symposium.de
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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