Beispielhaft für eine moderne physikalische Behandlung in der Dermatologie ist der Einsatz von künstlichem UV-Licht bei verschiedenen Krankheiten. Diese Phototherapie geht auf die Entdeckung Nils R. Finsen zurück, der um die Jahrhundertwende erstmals mit künstlichem UV-Strahlung Patienten mit Hauttuberkulose behandeln konnte. Heute werden Schuppenflechte, Neurodermitis, Sonnenallergie, Weißfleckenkrankheit, aber auch Blutzellkrebs und eine Reihe von selteneren autoimmunologisch bedingten Erkrankungen mit UV-Licht in unterschiedlichen Spektralzusammensetzungen und in der Kombination mit lichtsensibilisierenden Substanzen behandelt. Die neueste Entwicklung ist dabei die Behandlung von Blutzellen außerhalb des Körpers (extrakorporale Immunmodulation), die ebenfalls an unserer Klinik möglich ist. Die durch Blutentnahme aus der Vene gewonnenen Zellen werden extrakorporal in einem speziellen Gerät aufbereitet, mit lichtsensibilisierenden Substanzen angereichert und bestrahlt. Durch die so veränderte Zelloberfläche bewirken die Blutzellen nach Reinfusion eine Beeinflussung des Immunsystems des Patienten. Diese Behandlung eignet sich für besondere Formen des Blutkrebses und Autoimmunerkrankungen oder als zusätzliche Maßnahmen zur Vorbeugung einer Abstoßreaktion nach Organtransplantation.
Therapiespektrum:
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