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Behandlung des übermässigen Schwitzens

Für viele Menschen stellt übermässiges Schwitzen ein grosses psychosoziales Problem dar. Dies ist leicht nachvollziehbar, denkt man nur an den „feuchten Händedruck“. Uns stehen heute eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung umschriebene stark schwitzende Areale sowie das generalisierte Schwitzen zu behandeln. Hierunter fällt die Einnahme von Medikamenten und das Auftragen von Gelen (z.B. Metallsalze). In unserer Klinik stehen darüberhinaus zwei besonderere Methoden zur Verfügung:

Die Leitungswasser-Iontophorese:
Eine physikalische Methode das Schwitzen an Händen und/oder Füssen zu reduzieren. Die betroffenen Areale werden über ein Wasserbad mit konstantem oder pulsierendem Gleichstrom durchflossen. Es erfolgt eine individuelle Anpassung der Stromstärke, da keine Missempfindun-gen auftreten sollen. Die Therapie erfolgt anfangs täglich, später zur Erhaltung des Effektes 1-2x wöchentlich. Die hierdurch entstehende Einschränkung der Schweißdrüsenfunktion tritt nach ca. 10 Behand-lungen ein. Bis auf eine leichte Austrocknung der Haut ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Botulinumtoxin A: Vom Gift zum Medikament
Das Nervengift Botulinumtoxin (BT-A) entsteht z.B. in abgelaufenen Konser ven durch Bakterien. Aufgrund der durch das Gift entstehenden Nervenlähmung dachte man schon im 18.Jahrhundert über mögliche therapeutische Nutzen nach. Diese lassen sich vor allem in der Neurologie finden, da das Gift spastische Muskeln wieder entspannt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl auch von internistischen, gynäkologischen und urologischen Anwendungsmöglichkeiten. Für die Dermatologie ist die zuverlässige, jedoch vorübergehende Hemmung der Schweißsekretion von Bedeutung. Nach ausführlicher Diagnostik und Ausschöpfung anderer Therapieverfahren applizieren wir das Botulinumtoxin bei folgenden Indikationen: Übermässige Schweiß-bildung unter den Achselhöhlen, an den Handinnenflächen und an anderen umschriebenen Körperarealen.

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