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Chemotherapie

Was ist eine Chemotherapie?
Es gibt nicht nur eine Chemotherapie, sondern ganz, ganz viele. Jeder Wirkstoff hat einen speziellen Wirkmechanismus und jeder Tumor ist an einer bestimmten Stelle der Tumorzellentwicklung besonders sensibel. Da sollen die Chemotherapien ansetzen und den Tumor zerstören.

Manchmal benötigt man dazu nur eine Spritze, manchmal eine Kombination aus mehreren Substanzen über mehrere Tage. Die Therapien werden in einem bestimmten Zyklus wiederholt, z.B. alle drei Wochen. Das nennt man Zyklus.

Alle zwei bis drei Zyklen wird eine Routineuntersuchung durchgeführt, um den Therapieerfolg zu überprüfen. Wird die Therapie schlecht vertragen oder bringt nicht den gewünschten Erfolg, so wird die Therapie umgestellt. Jede Änderung wird mit Ihnen besprochen.

Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie bitte, denn auch Sie müssen die Therapie verstehen, damit Sie Probleme zu Hause, wie z.B. Fieber früh erkennen und sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder uns melden (24 Stunden Service). Wir sind ein Behandlungsteam, wo Sie Ihren festen Platz haben und wir auf Ihre Mithilfe angewiesen sind, um ein optimales Therapieergebnis zu erzielen.

Gut verträgliche Therapien werden ambulant gegeben, d.h. Sie kommen in die Tagesklinik. Dort wird eine Blutbildkontrolle durchgeführt und anschließend erhalten Sie eine Chemotherapie z.B. einen Stundentropf. Anschließend gehen Sie nach Hause (bitte lassen Sie sich fahren).

Sollten Sie zu Hause Übelkeit verspüren, nehmen Sie bitte Ihre Bedarfsmedikation ein. Die heutigen Antiemetika (Medikamente gegen die Übelkeit) sind so gut, dass Sie keine Übelkeit mehr haben müssen. Bitte geben Sie uns hierüber immer Rückmeldung!

Schlecht verträgliche Therapien, also Therapien die eine Begleitmedikation in Tropfform benötigen oder wo Medikamente gegen die Übelkeit intravenös gegeben werden müssen, werden stationär gegeben. Ist anschließend eine Gefahr durch eine Abwehrschwäche zu befürchten, wird der Patient stationär überwacht, um rechtzeitig eine z.B. Antibiotikatherapie zu erhalten.

Prinzipiell bedeutet Chemotherapie nicht Übelkeit, Erbrechen und Bettlägerigkeit. Viele Patienten haben während der Therapie Besuch und sitzen im Aufenthaltsraum. Länger überwachte Patienten betreiben z.B. Ergometertraining solange es keine Kontraindikation durch den Arzt gibt.

In die Chemotherapie und die Nebenwirkungen werden Sie in mehreren Gesprächen eingeführt. Auf Wunsch, erklären wir es auch gerne Ihren Angehörigen, da es z. T. sehr schwierig ist, dass vom Arzt Erklärte, den Angehörigen wiederzugeben.

Ganz wichtig ist, dass Sie mit sich und Ihrem Körper Geduld haben, falls Sie sich einmal schlecht fühlen nach einer Therapie. Häufig ist eine Schwäche in den ersten drei Tagen nach der Therapie vorhanden. Gönnen Sie sich etwas Ruhe und lassen Sie sich von Ihren Angehörigen verwöhnen. Dass tut beiden Seiten gut!

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