Als Endoskopie bezeichnet man die Inspektion und Ausleuchtung von Hohlorganen und Körperhöhlen mit geeigneten Instrumenten. Auf diesem Wege sind auch operative Eingriffe an bzw. in diesen Organen möglich.
Die Urologie ist die Wiege aller endoskopischer Verfahren. So gab es bereits 1806 in Deutschland erste Versuche der Harnröhrenspiegelung mit Kerzenbeleuchtung. M. Nitze stellte 1879 in Dresden dann das erste Zystoskop (Gerät zur Spiegelung der Harnblase) vor. In den 80'er Jahren des 20. Jhd. wurde in Spanien die Technik der Harnleiterspiegelung entwickelt.
Inzwischen erfolgen diese Eingriffe in der Urologie mit hochspezialisierten, modernen Instrumenten (Endoskope), die ein Höchstmaß an mechanischer Präzision und optischer Auflösung bieten. So kann mit diesen Endoskopen die Spiegelung der Harnröhre (Urethroskopie), der Blase (Zystoskopie), der Harnleiter (Ureteroskopie) und des Nierenhohlsystems (Renoskopie) erfolgen. Diese Spiegelungen erfolgen nicht nur zur Untersuchung , sondern es können auch operative Eingriffe auf diesem Wege erfolgen. So lassen sich zum Beispiel unter Sicht Steine aus dem Harnleiter oder aus der Niere entfernen oder Gewebeproben aus diesen Organen entnehmen. Jährlich führen wir etwa 170 Spiegelungen des Harnleiters durch, meist mit gleichzeitiger Entfernung von Harnleitersteinen.
Diese Spiegelungen und endoskopischen Operationen erfolgen je nach Erkrankung entweder in örtlicher Betäubung oder in einer Narkose.
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