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Offen-chirurgische Operationen

Als offene Operationen werden herkömmliche Schnittoperationen bezeichnet. Die Klinik für Urologie und Kinderurologie bietet in diesem Bereich ein breites Spektrum urologischer Schnittoperationen an, von relativ kleinen Eingriffen bis zu großen Krebsoperationen. Falls erforderlich arbeitet sie dabei eng mit allen anderen Fachabteilungen des Klinikums zusammen. Ist im Anschluss an eine solche Operation eine Chemotherapie erforderlich, kann diese in der Klinik für Onkologie und Hämatologie unseres Hauses durchgeführt werden. Diese enge Kooperation sichert einen hohen Standard.

An den Nieren, am Nierenbecken und am Harnleiter
führen wir zum Beispiel Eingriffe zur Versorgung von Verletzungen nach Unfällen, zur Korrektur von Fehlbildungen, zur Entfernung von Steinen oder bei Krebserkrankungen durch.

Bei Nierenkrebs oder Nierenbeckenkrebs besteht die Behandlung in der Entfernung der erkrankten Niere mit der umgebenden Fettkapsel, Lymphknoten und teilweise auch mit dem Harnleiter. In besonderen Fällen kann auch nur der Tumor entfernt und so die Niere erhalten werden. Falls erforderlich können auch sehr große Nierentumore mit tumorausläufern in der Hohlvene entfernt werden, wozu auch der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine möglich ist.

An der Harnblase
erfolgen Korrekturen bei Fehlbildungen wie zum Beispiel Harnleiterneueinpflanzungen in die Blase und Antirefluxplastiken vor allem bei Kindern sowie Abtragungen fehlgebildeter Blasenanteile. Bei Harninkontinenz führen wir Operationen zur Wiederherstellung der Schließmuskelfunktion durch.
Häufig sind Eingriffe bei bestimmten Formen von Blasenkrebs erforderlich. Neben Abtragungen der tumortragenden Blasenanteile führen wir die vollständige Blasenentfernung (Cystektomie) mit sämtlichen Formen der Harnableitung durch. Hierzu gehören sowohl inkontinente Formen (zum Beispiel die Einpflanzung der Harnleiter in die Haut oder das Ileumconduit mit Ableitung des Urins in einen Beutel s.g. Stoma) als auch kontinente Formen (zum Beispiel die Anlage von Ersatzblasen aus Dünndarm). Ist die Anlage eines künstlichen Urinausganges erforderlich, bietet unser Haus eine kompetente Betreuung dieser Patienten durch unsere speziell geschulte Stomatherapeutin.

An der Prostata
Zu den häufigsten Erkrankungen des älteren Mannes gehören Blasenentleerungsstörungen infolge der gutartigen Prostatavergrößerung (Prostataadenom). In den meisten Fällen wird diese endoskopisch behandelt. Manchmal ist jedoch auch eine Schnittoperation erforderlich.
Bei Prostatakrebs ist bei einem auf die Prostata begrenzten Tumor die komplette Entfernung der Prostata mit den Samenbläschen und den Beckenlymphknoten (Radikale Prostatektomie) die Therapie der Wahl. Um hierbei die wirklich für die Prostata zuständigen Lymphknoten zu entfernen, werden diese vor der Operation mit einer radioaktiven Substanz markiert (siehe Sentinel-Lymphadenektomie). Je nach Befund ist bei dieser Operation der Erhalt der für die Potenz wichtigen Nerven möglich.

An den männlichen Geschlechtsorganen
führen wir bei angeborenen und erworbenen Fehlbildungen Korrekturen der Harnröhrenmündung (Hypospadieoperation), Penisbegradigungen, Beschneidungen bei Vorhautverengungen (Phimose), und Lagekorrekturen des Hodens bei Hodenhochstand durch.
Auf Grund unserer großen Erfahrungen bei Patienten mit Hodenkrebs führen wir neben der Entfernung des erkrankten Hodens alle Formen der retroperitonealen Lymphknotenausräumung (retroperitonealen Lymphadenektomie / RLA) durch. Bei den meisten Männern kann durch Schonung der Nervenfasern der Samenerguss erhalten werden. Zu unserem Spektrum gehören auch sämtliche Operationen bei Peniskrebs.

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