48 stationäre Betten, 1 Station
80 Mitarbeiter
Im Jahr 2012
| 2.833 | Behandlungsfälle (DRG) insgesamt |
| 1.770 | operative Eingriffe |
| 498 | Prostata-Operationen |
Als sogenannte Transurethrale Operationen werden Operationen bezeichnet, die mit speziellen, hoch entwickelten Instrumenten durch die Harnröhre hindurch an der Vorsteherdrüse (Prostata) oder in der Harnblase erfolgen.
Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)
Es gibt viele Behandlungsmethoden für die gutartige Vergrößerung der Prostata. In den letzten Jahren wurden viele Verfahren getestet, von neuen medikamentösen Behandlungsformen über Ballondehnungen der Prostata, Wärme- und Kälteanwendungen, Laserverfahren und sog. Nadelablationen. Als beste Behandlungsform der gutartigen Prostatavergrößerung hat sich die sogenannte transurethrale Prostataresektion (operative Entfernung der Prostata) bewährt, welche schon seit Jahrzehnten zur Anwendung kommt.
Hierbei wird durch die Harnröhre hindurch Prostatagewebe abgetragen. Die Prostata, die unterhalb der Harnblase liegt und die Harnröhre umschließt, wird quasi von innen heraus ausgehöhlt. So kann sie schließlich das Wasserlassen nicht mehr behindern. Diese Operation dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Die Patienten sind nach dem Eingriff schmerzfrei und bereits am Folgetag mobil. Dieser Eingriff wird in unserer Klinik mehr als 200 mal im Jahr ausgeführt.
Die Risikofaktoren der Prostataoperation wie Herzkreislaufbelastung und Blutverlust sind in den vergangenen Jahren durch Optimierung von Operationstechnik und Instrumentarium auf nahezu Null reduziert worden. Zu keinem Zeitpunkt war das Verfahren der transurethralen Prostataresektion in der Hand des trainierten Urologen so sicher wie heute und kein anderes Verfahren hat diese Technik ersetzen können.
Holmiumlaser-Enukleation der Prostata (HoLEP)
Mit der so genannten HoLEP bieten wir seit einigen Jahren ein weiteres modernes Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) an. Der entscheidende Vorteil dieser Lasertechnik besteht darin, dass hiermit auch sehr große Vorsteherdrüsen schonend und blutungsarm durch die Harnröhre hindurch operiert werden können. Bisher war bei Vorsteherdrüsen ab einer bestimmten Größe eine Schnittoperation erforderlich, die wir mit diesem Verfahren vermeiden können. Auch Patienten, die bestimmte blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, können so mit einem viel geringeren Blutungsrisiko operiert werden.
Durch die Harnröhre hindurch wird unter direkter Sicht mit dem Laser der vergrößerte Anteil der Prostata abgetragen und die Prostata von innen ausgehöhlt. Die abgetragenen Gewebeanteile werden anschließend in der Harnblase unter Sicht zerkleinert und abgesaugt.
Gegenüber anderen Laserverfahren, wie zum Beispiel dem so genannten Greenlight-Laser (KTP-Laser), bestehen entscheidende Vorteile:
Pro Jahr führen wir derzeit etwa 120 solcher Operationen durch und gehören damit zu den führenden Kliniken in Deutschland.
Andere transurethrale Operationen
Ähnlich der transurethralen Resektion der Prostata kann durch die Harnröhre hindurch auch erkranktes Gewebe der Harnblase (TUR-B) abgetragen werden. Außerdem ist es auf diesem Wege möglich, beispielsweise Blasensteine zu zertrümmern und zu entfernen. Auch diese Eingriffe sind in der Hand des erfahrenen Urologen sehr sicher durchführbar und die Patienten sind auch nach diesen Eingriffen schmerzfrei und sehr rasch wieder mobil.
Derzeit liegen in diesem Bereich keine aktuellen Termine oder Veranstaltungen vor. Alle Termine im Klinikum anzeigen.