Schnellnavigation




Pressemitteilungen

10 Jahre Kinderonkologie am Klinikum Oldenburg

10 Jahre Kinderonkologie am Klinikum Oldenburg Fast 500 Kinder aus der Region, die an Krebs erkrankt sind, wurden seit 2001 im neu eingerichteten pädiatrisch-onkologischen Zentrum in der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg stationär behandelt. Zeitgleich 2001 nahm die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e.V. ihre Arbeit auf. Im selben Jahr gründete sich außerdem der Verbund PädOnko Weser-Ems. Last but not least läuft seit zehn Jahren die bundesweite Kraniopharyngeomstudie in Oldenburg. Aus Anlass dieses runden Geburtstages fand am Freitag, den 7. Oktober 2011 im Theater Laboratorium in der Kleinen Straße ein Festakt statt.

Oldenburg, den 7. Oktober 2011. „Die Kinderonkologie hat sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt“, berichtet Prof. Dr. Hermann Müller, Direktor der Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie / Onkologie in der Kinderklinik. „Die bestehenden Behandlungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen im stationären und ambulanten Bereich der Kinderklinik wurden ausgebaut. Und da die Patienten aus der ganzen Region kommen, war von Anfang an klar, dass auch die regionale Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern, niedergelassenen Kollegen, Ambulanten Pflegediensten, aber auch den Selbsthilfegruppen ausgeweitet werden musste. Deshalb haben wir gleich den Verbund PädOnko Weser-Ems gegründet, der bis heute vielen Kindern aus der Region ermöglicht, häuslich und heimatortnah betreut zu werden.“ Das Einzugsgebiet des Zentrums für Pädiatrische Onkologie und des Verbundes reicht von Aurich, Emden und Wittmund im Norden bis nach Cloppenburg, Vechta, Diepholz und Osnabrück im Süden.

Selbsthilfegruppen spielen bei einer erfolgreichen Behandlung eine große Rolle. „In Oldenburg arbeiten wir seit zehn Jahren eng mit der Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e.V. zusammen. Ohne deren Unterstützung wäre so manches nicht möglich gewesen. Und auch das wollen wir feiern.“, erklärt Prof. Müller. „Bei einer Krebserkrankung im Kindesalter ist immer die ganze Familie betroffen“ berichtet Thomas Haaker, der erste Vorsitzende der Elterninitiative, aus eigener Erfahrung. Die Elterninitiative und die Selbsthilfegruppen im Verbund geben krebskranken Kindern und ihren Familien eine Perspektive: durch unmittelbare Förderung therapeutischer/ seelsorgerischer Betreuungsangebote, durch gezielte Aufstockung des medizinischen Personals oder durch Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch die bundesweite Kraniopharyngeomstudie läuft bereits zehn Jahre. „Diese Studie ermöglichte uns, Kinder und Jugendliche mit einer seltenen Hirntumorerkrankung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erfassen und deren gesundheitliche Entwicklung nach Diagnose und Therapie zu untersuchen. Die Studie wird gefördert durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung.

Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hermann Müller, eMail mueller.hermann@klinikum-oldenburg.de
 
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:

TERMINE