Lebertumore können primär vom Lebergewebe entstehen oder als Absiedlungen von Tumoren anderer Organe (Metastasen) vorkommen. Neben der chirurgischen Entfernung stellen die so genannten Chemoembolisation oder Thermoablation weitere effektive Behandlungs-methoden bei solchen Tumoren dar. Die geeignete Therapieauswahl erfolgt nach gemeinsamer Diskussion zwischen den Abteilungen für Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie und Radiologie.
Bei der Chemoembolisation werden unter örtlicher Betäubung über die Leistenaterie, die leberversorgenden Gefäße mittels eines Katheters (weniger als 2 mm dicker Schlauch, Abb. 1) selektiv sondiert. Hierüber erfolgt die Applikation von Zytostatika (tumorgewebetötende Medika-mente) das gezielt in das Tumorgewebe, mit möglichst wenig Schädigung vom normalen Körpergewebe gelangt (Abb. unten).
Bei der Thermoablation werden perkutan (durch die Haut) Metallstäbe in den Tumor eingeführt worüber Tumor tötende Wärmeenergie appliziert wird. Dies führt zu einer Verkohlung des Tumorgewebes. Die Behandlung erfolgt entweder unter eine Kurznarkose oder unter Sedierung.
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