Die recht seltenen Tumorbildungen in den hormon-produzierenden Nebennieren erfordern bei Symp-tomen infolge der ungesteuerten Hormonsynthese eine vollständige oder teilweise operative Neben-nierenentfernung. Bei unklaren Tumoren ab einer gewissen Größe (3 cm) kann durch Entfernung der Nebenniere und Gewebsuntersuchung durch den Pathologen eine Klärung der Tumorart erreicht werden, da es auch vollkommen gutartige Vergrö-ßerungen gibt. Es können auch Absiedlungen anderer Tumore in den Nebennieren auftreten. In jeden Fall sollten vor einer Operation Hormon-bestimmungen durch einen in der Endokrinologie erfahrenen Facharzt erfolgen.
Die tief im Bauch um die oberen Nierenpole gelegenen, etwa wallnussgroßen Drüsen waren früher nur über einen recht großen Bauschnitt erreichbar.
In den letzten Jahren hat sich die minimal-invasive Nebennierenentfernung oder Teilentfernung per Bauchspiegelung zum Standardoperationsverfahren bei Tumoren unter 6 cm Durchmesser ent-wickelt. Alternativ kann seit kurzer Zeit auch über den so genannten retroperitonealen Zugang über die Flanke ohne Eröffnung des Bauchraumes laparoskopisch operiert werden. Dies ist für den Patienten noch schonender.
Beide Operationsverfahren werden im Klinikum regelmäßig durchgeführt.
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