Für das Projekt PädOnko Verbund Weser-Ems gab es Ende 2011 den Niedersächsischen Gesundheitspreis. Jetzt kam die niedersächsische Gesundheitsministerin Aygül Özkan zu Besuch in unsere Kinderklinik, um sich vor Ort das Projekt und wie es funktioniert anzuschauen.
Auf dem Foto von links nach rechts im Foyer der Kinderklinik: Birgit Plaschke, Pflegedirektorin Klinikum Oldenburg; Tanja Harfst, AOK Niedersachsen; Prof. Dr. Hermann Müller, Koordinator des Verbundprojektes, Aygül Özkan, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration; Rudolf Mintrop, Geschäftsführer Klinikum Oldenburg; Thomas Haaker, Erster Vorsitzender Elterninitiative Krebskranke Kinder Oldenburg e.V; Nicole Haferkamp, Gesundheits- und Krankenpflegerin im mobilen Verbundteam, Klinikum Oldenburg. Fotografin: Köster-Knop/Klinikum.
Im Weser-Ems-Bezirk leben 2,5 Mio. Einwohner auf einer Fläche von 15.000 Quadratkilometern, jährlich erkranken ca. sechzig Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Die onkologische Behandlung in den Zentren im Nordwesten Niedersachsens wird durch das große Einzugsgebiet und dadurch bedingte lange Anfahrtswege für Patienten und ihre Familien kompliziert. Deshalb haben sich im Jahr 2001 Kinderärzte aus den Kinderkliniken/ Abteilungen in Aurich, Delmenhorst, Emden, Leer, Lingen, Meppen, Nordhorn, Oldenburg, Papenburg, Vechta, Wilhelmshaven und niedergelassene Pädiater sowie Selbsthilfegruppen und ambulante Pflegedienste im Verbund Pädiatrische Onkologie Weser-Ems zusammengeschlossen. Ziel des Verbundes ist es, die Behandlung nach den Richtlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie / Hämatologie (GPOH) so zu strukturieren, dass die betroffenen Patienten und ihre Familien eine möglichst wohnortnahe koordinierte und kompetente Betreuung erhalten. 2008 wurde dann mit einer Großzahl von Krankenkassen eine Vereinbarung zur Integrierten Versorgung geschlossen. Durch die verbesserte Koordination der regionalen medizinischen Ressourcen konnten die Fahrtstrecken und damit Kosten und Zeitaufwand für die betroffenen Familien deutlich gesenkt werden. Auch die Kostenträger profitieren von der Kostenersparnis.
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