Ministerpräsident Weil und Oberbürgermeister zu Besuch beim Klinikum Oldenburg

(v.l.) Stephan Weil, Jürgen Krogmann, Rainer Schoppik, Dr. Christiane Stehle, Bianca Jung, Prof. Oliver Dewald

Ministerpräsident Stephan Weil hat sich heute einen Eindruck von der aktuellen Covid-Lage im Oldenburger Klinikum verschafft. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Rainer Schoppik, kaufmännischer Vorstand, sowie Dr. Christiane Stehle, medizinischer Vorstand, hat er sich auf einen Rundgang durch das Klinikum begeben.

Erste Station ist das Notfallzentrum Oldenburg. Hier informiert der ärztliche Leiter Bernd Ulrich über die Bewältigung der Pandemie. Bernd Ulrich sagt: „Die Bewältigung der Krise kostet viel Kraft, ist uns aber bis jetzt vergleichsweise gut gelungen. Enorm wichtig dafür ist die Teamleistung und die enge, sehr gute Kommunikation auch mit den externen Partnern wie der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Großleitstelle sowie den anderen Oldenburger Krankenhäusern und der Stadt Oldenburg.“

Anschließend erfolgt der Besuch der herzchirurgischen Intensivstation unter der Leitung des Klinikdirektors der Universitätsklinik, Prof. Oliver Dewald. Prof. Dewald betont im Dialog: „Auch in der Pandemie konnten wir von der hervorragenden Leistung der Herzchirurgie und des Herzzentrums profitieren. Daher ist der weitere Ausbau, insbesondere im universitären Bereich, von sehr hoher Bedeutung für zukünftige Versorgung und ärztlichen Nachwuchs.“

Ministerpräsident Stephan Weil lobte die gute Vernetzung und das digitale Informationssystem: „Durch das moderne und leistungsstarke Notfallzentrum mit seinem engagierten Personal können sich die Bürgerinnen und Bürger der Weser-Ems-Region wirklich darauf verlassen, im Notfall schnell und gut versorgt zu werden.

Als nächster Programmpunkt steht der Besuch der Kinderklinik und der pädiatrischen Intensivstation an. Nach einer kurzen Begrüßung erläutert der Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin – Elisabeth-Kinderkrankenhaus - Prof. Axel Heep, beschreibt die überregionale Bedeutung der Klinik für den Nord-Westen von Niedersachsen mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern. Er ergänzt: „Wir haben eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Kinderkliniken und Geburtskliniken und versorgen die größte Anzahl an extrem Frühgeborenen in Niedersachsen.  Das Elisabeth-Krankenhaus ist einer der drei universitätsmedizinischen Standorte für Kinder und Jugendmedizin in Niedersachsen und ist als Pädiatrisch-Onkologisches Zentrum ausgewiesen“.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigt sich beeindruckt: „Das Elisabeth-Kinderkrankenhaus ist völlig zu Recht Teil der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin der European Medical School. Hier wird seit vielen Jahren sehr engagierte Arbeit geleistet. Es ist gut und richtig, dass das Haus so umfassend modernisiert wurde, zuletzt etwa mit dem Musikhaus.“

In einer abschließenden Dialogrunde, an der auch der Ärztliche Direktor Prof. Christoph Korenke und die Pflegedirektorin Sabine Brase teilnehmen, werden die Entwicklung des Neubaus und die wichtigsten Planungen für die kommenden Jahre vorgestellt. Zudem gibt Rainer Schoppik Einblicke in die positive wirtschaftliche Entwicklung des Klinikums. Vorstandsvorsitzender Rainer Schoppik betont: „Wir werden konzentriert an den noch notwendigen Verbesserungen und Entwicklungen arbeiten und sind dankbar für die Unterstützung.“

Das Land, so Ministerpräsident Stephan Weil, werde das Oldenburger Klinikum auf seinem guten Weg bei der Modernisierung, dem Ausbau und dem Wandel zum Universitätsklinikum auch weiterhin unterstützen: „Die Corona-Pandemie hat nochmal besonders deutlich gemacht, wie wichtig eine flächendeckende gute Krankenhausversorgung ist. Mein herzlicher Dank gilt den Beschäftigten, die durch die Versorgung von Covid-Patienten zusätzlich belastet wurden – ohne die große Einsatzbereitschaft des Klinikpersonals hätte uns die Pandemie vor noch größere Probleme gestellt. Wir müssen vor allem für die Pflegekräfte die Arbeitsbedingungen verbessern – dafür habe ich mich vor der Pandemie und während der Pandemie eingesetzt und dafür werde ich mich auch nach der Pandemie stark machen. Die Pflege wird insgesamt zu sehr nach ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet, das muss sich dringend ändern!“

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Das Klinikum Oldenburg ist als Haus der Maximalversorgung ein wichtiges Zentrum der medizinischen Versorgung in der Weser-Ems- Region  für mehr als 2,5 Millionen Menschen. Die Beschäftigten haben  in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet, vor allem natürlich in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dafür danken ich allen sehr herzlich.“  


Bild: Hauke-Christian Dittrich