30 Jahre Herzchirurgie am Klinikum Oldenburg

v.l. Prof. Dr. Oliver Dewald, Klinikdirektor der Universitätsklinik für Herzchirurgie, und Rainer Schoppik, kaufmännischer VorstandFoto: Tatjana Podwonek, Klinikum Oldenburg

Seit drei Jahrzehnten wird am Klinikum Oldenburg am Herzen operiert. Ein Jubiläum, das gefeiert werden sollte. Vor allem, weil die Herzchirurgie in ihrer heutigen Form noch ein relativ junger Bereich der Medizin ist. Coronabedingt muss die große Feier in diesem Jahr aber ausfallen.


Für das Klinikum hat das Jubiläum eine ganz besondere Bedeutung: „Es zeigt, dass unser Klinikum schon seit Jahrzehnten eine wichtige Stellung in der Versorgung von herzkranken Patienten der Region einnimmt,“ berichtet Prof. Dr. Oliver Dewald, Klinikdirektor der Universitätsklinik für Herzchirurgie. Er sieht großes Potential in seinem Fachbereich und möchte dessen Weiterentwicklung im universitären Umfeld vorantreiben. Das sei von hoher Bedeutung für die zukünftige Versorgung und den ärztlichen Nachwuchs.


Neben der Bypasschirurgie der Herzkranzgefäße gehören auch die Kunstherztherapie und die Rekonstruktionsverfahren von Herzklappen zu den Schwerpunkten der Herzchirurgie am Klinikum. Eine besondere Stellung hat die chirurgische Therapie von angeborenen Herzfehler, denn in der Bundesrepublik leben mittlerweile mehr als 300.000 Erwachsene, die mit einem solchen Herzfehler leben. Auch in den kommenden Jahren soll die Versorgung und Behandlung dieser Patienten weiter ausgebaut werden.


Zunehmend erlauben es die modernen medizinischen Methoden, dass jeder Patient eine maßgeschneiderte Therapie bekommen kann. „Zukünftig möchten wir gemeinsam mit anderen Fachbereichen diesen Weg weiter ausbauen,“ so Prof. Dr. Dewald. Dadurch könne eine bessere und individuelle Risikoabschätzung für jeden einzelnen Patienten getroffen werden.


Abschließend wünscht sich Prof. Dr. Dewald, dass die Bereiche der Herz- und der Gefäßmedizin noch enger zusammenwachsen, um weiterhin Spitzenmedizin an der Universitätsmedizin Oldenburg zu erbringen. Das Potential und die Motivation der Akteure sei vorhanden.