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Laborräume für Universitätsmedizin eröffnet

Hinweis: Diese Presseinformation ist von der Pressestelle der Carl-von-Ossietzki-Universität erstellt worden.

Oldenburg. 7.Juni 2018. Modern ausgestattete Labore ermöglichen künftig den Oldenburger Medizinern und Forschern um die Dermatologin Prof. Dr. Ulrike Raap, die zellulären und molekularen Prozesse verschiedener Hauterkrankungen zu erforschen. Die neuen Räumlichkeiten auf dem Campus Wechloy der Universität wurden am Mittwoch, 6. Juni, in Anwesenheit von rund 60 Gästen feierlich eröffnet. Neben der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften nutzen auch Wissenschaftler des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) das neue Gebäude.

Oldenburg , den 7. Juni 2018.

„Mit den neuen Laborräumen bauen wir unsere Forschungsinfrastruktur weiter auf und bieten der experimentellen medizinischen Forschung so beste Bedingungen“, sagte der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, anlässlich der Eröffnung. „Unser Dank gilt auch der ICBM-Leitung für die hervorragende Kooperation bei der Planung des gemeinsamen Gebäudes.“
Für die Errichtung des insgesamt rund 650 Quadratmeter großen Modulbaus hat die Universität knapp drei Millionen Euro investiert. Rund 120 Quadratmeter Laborfläche stehen den Medizinern im Erdgeschoss zur Verfügung. Hinzu kommen Laborräume im Obergeschoss, die künftig die Arbeitsgruppen für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Ophthalmologie nutzen sollen. „Wir sind begeistert über die Möglichkeiten, die uns die neuen Labore für unsere Forschung eröffnen. Wir werden nun die Mechanismen, die verschiedenen Hauterkrankungen zugrunde liegen, mit modernsten Methoden im Detail untersuchen“, erläutert Raap, die die Abteilung für experimentelle Allergologie und Immundermatologie der Fakultät leitet und zudem Direktorin der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Oldenburg ist. Die Mediziner und Wissenschaftler arbeiten mit sogenannten Primärzellen, das heißt mit Zellen, die aus der Haut oder dem Blut von Patienten mit verschiedenen Hauterkrankungen stammen. An diesen können die Forscher unter realistischen Bedingungen Prozesse wie allergische Reaktionen oder immunologische Aspekte bei Hautkrebs untersuchen. „Unsere Erkenntnisse fließen direkt in den klinischen Alltag ein“, betont Raap.
Ein besonderes Gerät, das die Abteilung nutzen wird, ist ein Histamin-Detektor, mit dem die Forscher etwa messen können, wie viel Histamin bei einer allergischen Reaktion der Haut freigesetzt wird. Zudem plant die Abteilung einen sogenannten Cell Sorter als Großgerät bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu beantragen. Dieses Gerät ermöglicht beispielsweise, aus Blutproben bestimmte Zelltypen herauszusortieren und genauer zu analysieren. „Ein solches Gerät ist für viele verschiedene medizinische Forschungsfragen von großer Bedeutung. Wir werden das Cell-Sorting bei Bewilligung unseren Kollegen als Core-Facility zur Verfügung stellen“, ergänzt Raap.