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Zytostatikalabor

Zeigt Non- touch- Technik bei der Zytostatika- Herstellung

Im Zytostatikalabor werden alle Zubereitungen zur parenteralen Anwendung hergestellt, die sog. CMR- Arzneistoffe enthalten.
CMR- Arzneistoffe (hauptsächlich Zytostatika und Virustatika)  sind Arzneistoffe mit kanzerogenen, mutagenen oder reproduktionstoxischen Eigenschaften. Einige dieser Wirkstoffe können über die Haut aufgenommen werden und stellen, insbesondere bei chronischer Exposition, eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar.

Dank der zentralen Herstellung der Therapien durch geschultes pharmazeutisches Personal an speziellen Sicherheitswerkbänken kann die Gefährdung der Mitarbeiter auf den Stationen durch diese Arzneistoffe deutlich reduziert werden.
Die hergestellten Therapien werden mit Infusionsbestecken ausgeliefert, die mit Trägerlösung vorgefüllt sind. Dies trägt zusätzlich dazu bei, das Risiko einer möglichen Exposition der Stationsmitarbeiter zu senken.
Wischproben, die in regelmäßigen Abständen in der Apotheke durchgeführt werden, dienen als Nachweis für die Wirksamkeit der Maßnahmen zum Verschleppungsschutz.

Im Vorbereitungsraum werden die eingehenden Therapiepläne von einem Apotheker bearbeitet.
Er überträgt die auf den Plänen angegebenen Daten in die EDV und prüft dabei die Plausibilität der Verordnungen, insbesondere hinsichtlich Kompatibilität der Wirkstoffe und Trägerlösungen, Einhaltung von (Maximal-)dosierungen und korrekten Abständen zwischen den Einzelgaben.
Zudem steht er Ärzten und Pflegepersonal bei Fragen zur Arzneimitteltherapie zur Verfügung.

Das Herz des Herstellungsraums sind die beiden Zytostatika- Werkbänke, an denen die angeforderten Therapien (meist Infusionsbeutel, Boli oder Elastomerenpumpen mit kontinuierlicher Wirkstoffabgabe) zubereitet werden.
Da die Herstellung durch pharmazeutisches Personal unter kontrollierten aseptischen Bedingungen nach geprüften Herstellungsanweisungen erfolgt, ist ein größtmöglicher Schutz des Patienten gewährleistet.

Der Apotheker nimmt nun die Endkontrolle der hergestellten Therapien vor, dokumentiert die Herstellung, sorgt für eine auslaufsichere Verpackung, ggf. unter Einhaltung einer Kühlkette, und organisiert die Logistik.

Für die Mitarbeiter der onkologischen Stationen des Klinikums Oldenburg werden außerdem regelmäßige Schulungen, z.B. zum Verhalten bei Unfällen mit CMR- Arzneistoffen, zur Anwendung oraler Zytostatika oder zu Wirkungen, Interaktionen und Nebenwirkungen der eingesetzten Zytostatika, durchgeführt.

Auf Wunsch werden Patientenanfragen zu Arzneimittel- Wechselwirkungen beantwortet.


Klinikum Oldenburg | Medizinischer Campus Universität Oldenburg

Kontakt:

Verantwortlicher Apotheker:

Manfred Schnelten

Tel.: 0441 403 8114
Fax: 0441 403 8164

Mail: schnelten.manfred@klinikum-oldenburg.de

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