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Erstmalig Pflegerinnen und Pflege von den Philippinen eingestellt

Klinikum Oldenburg geht neue Wege, um Lücken bei der Stellenbesetzung zu schließen / Ausgebildete südostasiatische Fachkräfte bestehen Nachprüfung mit erstklassigen Ergebnissen / Neues Auswahlverfahren bereits angelaufen

Oldenburg, den 11. Oktober 2018.

Die sechs jungen Frauen und Männer von den Philippinen halten überglücklich ihre Zeugnisse in Händen und lächeln mit großer Dankbarkeit. Seit Ende September sind sie auch nach dem deutschen Krankenpflegegesetz examinierte und staatlich-anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger. „Das war ein großer Tag für unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Helga Surhoff von der Betriebsorganisation. Aber auch für das Klinikum Oldenburg war es ein besonderer Tag. Erstmals haben über ein spezielles Anwerbeprogramm namens „Triple Win“ gewonnene ausländische Fachkräfte ihre Anerkennungsprüfung erfolgreich abgelegt. Dies ist ein Projekt der Arbeitsagentur für Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Damit sei die Grundlage für die dauerhafte Arbeitserlaubnis geschaffen und die Partnerschaft stehe auf einer verlässlichen Grundlage, erklärt Surhoff und ergänzt, dass dieses Verfahren fortgesetzt werde. Die nächsten neun Kandidaten aus dem westpazifischen Inselstaat seien bereits ausgewählt und kämen im Frühjahr 2019 ins Klinikum Oldenburg.

Das Klinikum Oldenburg geht bei der Fachkräftegewinnung neue Wege. „Der Mangel an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist einfach zu groß und kann nicht nur durch das normale Bewerbungsverfahren gedeckt werden“, erklärt Surhoff. Dies gelte vor allem für die Pflege im Bereich der Intensivmedizin. Genau dafür seien die philippinischen Kolleginnen und Kollegen angeworben worden. Alle haben laut Surhoff bereits in ihrem Heimatland ein entsprechendes Studium (Bachelor in der Pflege) absolviert. In Gesprächen via Skype habe das Klinikum die Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Vor der Einreise haben diese zudem eine Sprachprüfung erfolgreich bestehen müssen.

Seit Februar arbeiteten die philippinischen Fachkräfte im Klinikum. Da ihre Ausbildung jedoch nach deutschem Recht nicht vollständig anerkannt werde, sei eine Nachqualifizierung erforderlich gewesen, die sie mit „sehr guten Ergebnissen“ bestanden haben. Diese erfolgte in Delmenhorst am Institut für Weiterbildung in der Kranken-& Altenpflege. Gleichzeitig hätten sie neben ihrer Arbeit noch fleißig Sprachkurse besucht, erklärt Surhoff: „Das war eine intensive Zeit für die jungen Menschen.“

Das gilt aber auch für das Klinikum, das ein umfangreiches Betreuungsangebot entwickelt hat. Wohnungssuche, Kultur- und Sozialprogramme, Verkehrsunterricht, Vermittlung spezieller medizinischer Inhalte und vieles mehr gehörten dazu. Die Betreuung hat die Gesundheits-und Krankenschwester Dagmar Obersundermeyer mit einer halben Stelle übernommen. Für Surhoff, die alles Organisatorische federführend betreut hat, hat sich die Konstellation bewährt. In dieser Konstellation geht es in die „nächste Runde“. Die Pflegedirektorin Frau Birgit Plaschke und die stellvertretende Stationsleiterin der Inneren Intensivstation Susanne Lampe sind sich ebenfalls einig, dass für die Arbeit auf den Stationen die philippinischen Pflegekräfte ein Gewinn sei. Die anfängliche Skepsis, die durchaus bestanden habe, sei schnell gewichen. „Wir sind sehr, sehr glücklich, sie hier zu haben“, so Surhoff.


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