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Ein Vierteljahrhundert für die Kinderklinik

Prof. Dr. Jürgen Seidenberg wird nach über 25 Jahren Tätigkeit in der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg am 31. Oktober 2019 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Bei seinem Abschiedssymposium unter dem Motto „Perspektivwechsel“ hat er sich am Freitag, 25. Oktober im Kulturzentrum PFL in Oldenburg nicht nur von langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten verabschiedet. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland hat er über 200 Ärztinnen und Ärzten aus der gesamten Weser-Ems-Region Neues aus seinen Fachgebieten Allergologie, Pneumologie und Neonatologie vorgestellt. Bevor es mit den Fachvorträgen losging, wagte der Ärztliche Direktor des Klinikums Prof. Dr. Christoph Korenke einen launigen Rückblick auf das Wirken von Prof. Seidenberg im vergangenen Vierteljahrhundert, in der er die eine oder andere Anekdote zum Besten gab.

Oldenburg, den 28. Oktober 2019.

Prof. Dr. Jürgen Seidenberg, geboren in Stuttgart, studierte Humanmedizin in Stuttgart-Hohenheim und Tübingen. In den Hohen Norden zog es ihn bereits 1981 an die Universitäts-Kinderklinik Hamburg-Eppendorf, später wechselte er an die Medizinische Hochschule Hannover. Am 1. Januar 1994 kam Prof. Seidenberg mit 39 Jahren als Leitender Arzt der Abteilung Pneumologie und Allergologie in die Kinderklinik nach Oldenburg und hat dort sogleich die Kinderbronchoskopie aufgebaut. Bereits im April 1995 wurde er Direktor der Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Neonatologie und Intensivmedizin. Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Drescher und Prof Dr. Hartmut Gerken lenkte er lange Jahre die Geschicke des Kinderkrankenhauses. In diese Zeit fiel der Aufbau der Kinderchirurgie, der Kinderkardiologie, der Kinderonkologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Später war vor allem die Verwirklichung des Neubaues der Kinderklinik und deren Eröffnung 2003 ein wichtiger Meilenstein seiner Arbeit. „Ich bin glücklich und zufrieden darüber, wie gut sich die Kinderklinik in den vergangenen 25 Jahren entwickelt hat. Wir sind heute ein überregional gefragtes Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin mit einem sehr guten Ruf bei zuweisenden Ärztinnen und Ärzten, aber auch bei den Eltern unserer kleinen Patienten. Dazu haben wir gemeinsam – alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik – beigetragen und ich bin mir sicher, dies wird auch in Zukunft so bleiben“, zieht Prof. Seidenberg eine positive Bilanz.

Das kann Prof. Korenke, nicht nur derzeit Ärztlicher Direktor, sondern auch langjähriger Wegbegleiter von Prof. Seidenberg, nur bestätigen. In seinem Rückblick mit der treffenden Überschrift „Immer unter Volldampf - Ein Vierteljahrhundert für das Elisabeth-Kinder¬krankenhaus“ beschreibt er seinen Kollegen: „Humor, große Kommunikationsfreude und menschliche Nähe zu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinderklinik und des Klinikums – das hat ihn immer ausgezeichnet.“ Anke Berghoff, Pflegedirektion Kinderklinik, ist sich sicher: „Wir alle werden Prof. Seidenberg vermissen. Für ihn standen die Kinder natürlich im Blickpunkt, aber er hatte auch immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nahm alle wahr – ob Pflegepersonal, Techniker, Reinigungskräfte und auch den Lotsendienst. Mir wird die Empathie und die vertrauensvolle verlässliche Zusammenarbeit fehlen.“

Seidenberg war von 2013 – 2015 auch Ärztlicher Direktor des Klinikums Oldenburg, weshalb ihm auch noch etwas anderes sehr wichtig ist, festzustellen: „Im Klinikum leisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit hohem Engagement sehr gute Arbeit. Ich wünsche mir, dass dies auch in der Öffentlichkeit wieder mehr wahrgenommen werden kann.“
Bereits in ihrer Begrüßungsrede hob Martina Heyen (Leitung Zentralbereich Vorstand) die Verdienste des 65-jährigen hervor: „Herr Prof. Seidenberg hat in den 25 Jahren seine Klinik zu einer medizinisch exzellenten Abteilung aufgebaut, die weit über die Grenzen des Nordwestens hinaus einen sehr guten Ruf genießt. Das hat sich natürlich auch positiv auf das Klinikum ausgewirkt. Er hatte auch immer das große Ganze im Blick. Für das Engagement nicht nur als Klinikdirektor, sondern auch als Ärztlicher Direktor möchten wir herzlich Danke sagen.“ Sie ist sich aber auch sicher: „Das Wichtigste für ihn waren aber immer seine kleinen Patientinnen und Patienten und deren Eltern, die er in der schwierigen Zeit einer Erkrankung mit seiner fröhlichen und zugewandten Art immer bestens umsorgt hat.“

Seit Oktober 2018 hat er seinen Rückzug aus dem Berufsleben vorbereitet. Zuerst hat er die Leitung der Neonatologie und Intensivmedizin an Prof. Dr. Axel Heep abgegeben, der als geschäftsführender Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin vorsteht. Nach dem 31. Oktober wird die Pädiatrische Pneumologie und Allergologie als Schwerpunkt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin inhaltlich von Dr. Holger Köster und seinem Team weitergeführt. Dr. Köster ist seit 1986 in der Kinderklinik und hat dort auch seine Facharztausbildung 1990 abgeschlossen. Seit 1994 ist er Oberarzt in der Klinik von Prof. Seidenberg, später auch als Leitender Oberarzt. „Ich freue mich und fühle mich in meiner bisherigen Arbeit bestätigt, dass Prof. Seidenberg mir die Leitung der Abteilung für Allergien und Lungenkrankheiten bei Kindern anvertraut. Ich werde alles dransetzen, die Weiterentwicklung der Abteilung voranzutreiben“, sagt Dr. Köster.

Prof. Seidenberg freut sich auf den nun vorliegenden neuen Lebensabschnitt. „Ich werde dann viel mehr Zeit für die Familie, vor allem auch für die beiden Enkel haben, aber auch für die Musik und den Sport.“ Gänzlich von 0 auf 100 in den Ruhestand geht es aber nicht: „Ich bin noch in verschiedenen Fachgesellschaften im Vorstand vertreten. Das werde ich auf jeden Fall bis zur nächsten Wahl noch weiterführen. Nächstes Jahr werde ich zudem noch Kurse zur Weiterbildung von Kinderärzten im Bereich Pneumologie und Allergologie geben. Und ein Fachbuch über Kinderpneumologie steht auch noch auf dem Programm.“


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