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Neue Klinik für Palliativmedizin

Eine neue Klinik wurde am Freitag, 28. April 2017 im Klinikum Oldenburg eröffnet: die Klinik für Palliativmedizin. Die Klinik startet mit 11 Betten auf der Station E40. Dann können dort schwerstkranke Menschen, die aufgrund ihrer weit fortgeschrittenen und nicht mehr heilbaren Erkrankung akute Beschwerden haben, adäquat betreut werden. Aber auch Patienten, deren pflegende Angehörige psychisch und physisch an eine Grenze kommen, können aufgenommen werden. Bereits am 15. Mai nimmt die Klinik dann erste Patienten auf.

 

Oldenburg, den 28. April 2017.

„Im Klinikum Oldenburg können wir jetzt Patienten im letzten Abschnitt ihrer Erkrankung die Möglichkeit einer spezialisierten stationären Versorgung in dieser neuen Klinik anbieten“, führt Vorstand Dr. Dirk Tenzer aus und ergänzt, „bei der Palliativbetreuung steht die Verbesserung der Lebensqualität und die Unterstützung der Patienten und Angehörigen im Vordergrund.“ Der ärztliche Direktor des Klinikums Prof. Dr. Hans Seifert beschreibt die Aufgaben der Palliativmedizin im Klinikum: „Natürlich haben wir als Ärzte immer das Ziel, Krankheiten zu heilen, aber leider ist das nicht immer möglich und dann ist es sehr wichtig, sich um eine bestmög¬liche medizinische und pflegerische Versorgung zu kümmern. Das ist nicht mal eben nebenher im normalen Klinikalltag zu bewerkstelligen. Da bedarf es einer speziel¬len Betreuung, die viel mehr ist als Symptomkontrolle.“ Die kommissarische Direktorin der Klinik für Palliativ¬medizin Dr. Silke Schumann-Binarsch meint: „Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen natürlichen Prozess, den es weder zu verlängern, noch zu beschleunigen gilt. In der palliativen Betreuung sind ein umfassen¬der Therapieansatz, der den ganzen Menschen im Blick hat, und Teamarbeit von größter Bedeutung.“ Das multiprofessionelle Team besteht aus speziell weitergebildeten Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen, Seelsorgern sowie Fachkräften aus der palliativen Pharmazie, der Musik- und Kunsttherapie. Dabei arbeitet die Klinik auch eng mit den Hausärzten und den heimatnahen ambulanten Versorgungsteams sowie mit Pflegeeinrichtungen und Hospizen zusammen. Im Mittelpunkt stehen immer der Patient und die Angehörigen mit Blick auf die bestehenden Wertvorstellungen und individuellen Wünsche.

Die Station bietet Platz für 11 Patienten in Einzel- und Zweibettzimmern. Zudem gibt es eine Wohnküche, in der auch individuell Gerichte zubereitet werden können. An warmen Tagen kann auch eine Terrasse genutzt werden, auf der die Patienten im Bett liegend die Sonnenstrahlen genießen können. Auffällig auf dieser Station sind die schönen Bilder im Flur, in der Wohn¬küche und vor allem auch in den Zimmern. Die Motive aus Oldenburg und von der Nordseeküste lassen eine warme Atmosphäre entstehen. Für Angehörige stehen Über-nachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. „Es liegt uns am Herzen, so rasch wie möglich eine für Patienten und Angehörige ertragbare Situation zu schaffen. Zum Beispiel wollen wir schnellstmöglich Schmerzen oder andere belastende Symptome lindern, wollen aber auch Autonomie und Selbstbestimmung fördern und erhalten“, sagt Dr. Schumann-Binarsch. Ziel ist es, den Patienten weitestgehend frei von Schmerzen und Begleitsymptomen nach Hause, in ein Hospiz oder ein Pflegeheim entlassen zu können.


Klinikum Oldenburg | Medizinischer Campus Universität Oldenburg

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Ihr Ansprechpartner:
Dr. Schumann-Binarsch, eMail schumann-binarsch.silke@klinikum-oldenburg.de