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Patchie, Apps & Co bei Mukoviszidose

Am Samstag, 25. Februar (9 - 13 Uhr) findet im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg (Damm 38-44) das 23. Oldenburger Mukoviszidose-Sympo¬sium statt. Der Veranstalter, das CF-Zentrum (CF = Cystische Fibrose) des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Oldenburg, erwartet über 100 Teilnehmer aus der ganzen Region. Es geht um Pilzinfektionen, allergische Sensibilisierungen und neueste IT-Lösungen als Unterstützung.

Oldenburg, den 16. Februar 2017.

„Diesmal ist ein Schwerpunktthema unseres Symposiums die psychologische Unterstützung der Betroffenen. Dabei wollen wir natürlich auch nicht an den sich in den vergangenen Jahren veränderten Möglichkeiten zur Kommunikation und Informationsbeschaffung, wie Smartphones, vorbeigehen“, erklärt Oberarzt Dr. Holger Köster, Veranstalter und Leiter der CF-Ambulanz in der Kinderklinik. Apps spielen im Gesundheitswesen eine immer größere Rolle, um unter anderem bei bestimmten Erkrankungen psychologische Hilfestellungen begleitend zur medizinischen Betreuung anzubieten – so auch bei der Mukoviszidose. Apps wie Patchie können leichtverständlich Informationen über die Krankheit liefern und Therapiemotivation spielerisch vermitteln.

Prof. Dr. Jürgen Seidenberg, Direktor der Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Neonatologie und Intensivmedizin ergänzt: „Es geht natürlich in dem Symposium auch um medizinische Fragen. Sehr wichtig bei Mukoviszidose ist eine intensive antiinfektiöse Therapie. Mit dem sehr häufig notwendigen Einsatz der Antibiotika treten allerdings gehäuft Pilzinfektionen und Allergien auf, die beide den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können. Abhilfen hierfür werden wir thematisieren.“ Das Symposium dient nicht nur zur Information über die neuesten Entwicklungen, sondern auch dem Gedankenaustausch zwischen Betroffenen, Angehörigen, sowie Ärzten und anderen an der Behandlung beteiligten Fachleuten.

Mukoviszidose (= Cystische Fibrose) ist die häufigste tödliche Erbkrankheit in unseren Breiten. In Deutschland sind ca. 10.000 Kinder und Erwachsene betroffen. Ein Fehler im „Bauplan“ der Zellen führt dazu, dass körpereigene Sekrete eingedickt produziert werden, mit der Folge, dass ein zäher Schleim vor allem die Lunge und andere Organe verklebt. Durch die deutliche Verbesserung der Therapien liegt die statistische Lebenserwartung derzeit bei ca. 45 Jahren, dabei ist eine frühe Diagnosestellung sehr wichtig. Die Kinderklinik im Klinikum Oldenburg ist Anlaufstelle für CF-Patienten – auch für Erwachsene - aus der gesamten Weser-Ems-Region. Die CF-Ambulanz gehört zur Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Neonatologie und Intensivmedizin. 2016 wurden dort 85 Patienten mit CF zwischen 0 und 55 Jahren betreut.


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Dr. Holger Köster, eMail koester.holger@klinikum-oldenburg.de