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Selbsthilfetag 2011: Wir bewegen – was uns verbindet!

Selbsthilfetag 2011: Wir bewegen – was uns verbindet! Sie kommen nicht nur aus Emden, Aurich, Ganderkesee, Großenkneten und Oldenburg, sie kommen auch aus Hatten, Hude, Bad Zwischenahn und Friesoythe sowie vielen anderen Ortschaften aus der Weser-Ems-Region - gleich 44 Selbsthilfegruppen aus der Weser-Ems-Region stellen sich am Sonntag, 19. Juni 2011 (11.00 – 17.00 Uhr) im Haupteingangsbereich des Klinikums Oldenburg der Öffentlichkeit vor, geben Einblicke in ihre Arbeit, informieren und möchten Betroffene dazu ermuntern, sich einer solchen Gruppe anzuschließen.

Oldenburg, den 9. Juni 2011. Von „A“ wie Alzheimer-Gesellschaft Oldenburg bis „Z“ wie Selbsthilfegruppe Zöliaki – ob es um Herzerkrankungen bei Kindern oder Erwachsenen, um Alkoholabhängigkeit, um Schlafapnoe, um Krebserkrankungen, um Intersexualität oder um Sinnesbeeinträchtigungen wie Blind- und Taubheit und vieles mehr geht – die Themen am Selbsthilfetag sind vielfältig. Gemeinsam organisiert haben diese Veranstaltung die Beratungs- und Koordinierungsstelle für Selbsthilfegruppen (BeKoS) und das Klinikum Oldenburg.

„Dieses Jahr sind es zehn Selbsthilfegruppen mehr als beim ersten Selbsthilfetag 2008.“, freut sich Rita Wick vom Klinikum Oldenburg. Monika Klumpe, BeKoS-Leiterin ergänzt: „Wir haben einen bunten Strauß an Informationen und Mitmachaktionen zusammengestellt. Neu ist auch das kulturelle Rahmenprogramm in diesem Jahr. Wir sind gespannt wie zum Beispiel der Rollstuhltanz ankommt und wie die Juniorband der Liebfrauenschule mit dem Gebärden-Chor aus Oldenburg Musik machen wird.“ Aber vor allem geht es um Information und Aktion. Die Besucher können unter anderem ein überdimensionales Lebermodell anschauen, einen Lungenfunktionstest oder einen Blutzuckertest machen, sowie die Rauschbrille ausprobieren, die einen Blutalkoholwert von bis zu 2,0 Promille simuliert und vieles mehr.

Das diesjährige Motto des Selbsthilfetages lautet „Wir bewegen, was uns verbindet.“ Monika Klumpe erläutert: „Mitglieder von Selbsthilfegruppen bewegen zum einen etwas in sich selber, aber sie bewegen auch etwas auf anderen Ebenen. Die Kraft, die von diesen Gruppen ausgeht, ist enorm, wie die vielen funktionierenden Selbsthilfegruppen zeigen.“ Und nennt gleich gute Beispiele dafür: „Die Selbsthilfegruppe krebskranker Männer und die Prostatakarzinom Selbsthilfegruppe Ostfriesland haben sich zum Beispiel mit den verantwortlichen Medizinern aus dem Prostatazentrum Oldenburg zusammengesetzt, um bei der Festlegung der Behandlungspfade die Bedürfnisse der Patienten auch mit einzubringen.“

Aber auch bundesweit bewegen Selbsthilfegruppen aus der Region einiges. „Hans-Hermann Töpken von der Schlafapnoe-Selbthilfegruppe setzt sich zum Beispiel bundesweit dafür ein, dass Beatmungsgeräte für Schlafapnoe-Patienten der DIN-Norm entsprechen. Und Silke Behrens von der Elterninitiative sehgeschädigter Kinder arbeitet auf Bundesebene mit bei der Erstellung von Schulbüchern für Sehbehinderte.“ „Dies sind nur einige wenige Beispiele. In vielen Bereichen des Krankenhauses unterstützen Selbsthilfegruppen die Arbeit der Medizin und tragen oft nicht unerheblich zum Heilungserfolg bei. Aus dem Krankenhausalltag sind Selbsthilfegruppen nicht mehr wegzudenken.“, erklärt Rita Wick die Beweggründe des Klinikums, solch einen Selbsthilfetag mit zu organisieren.

Diesmal sind so viele Stände vor Ort, dass der Platz vor dem Haupteingang allein nicht ausreicht. Deshalb wird noch ein Teil des Parkplatzes genutzt werden. „Dies wird an diesem Tag zu Einschränkungen im Parkplatzbereich vor dem Haupteingang führen. Wir werden dies ausschildern, aber bitten schon jetzt die Besucher um Verständnis und um Nutzung des Parkplatzes am Hallenbad Kreyenbrück.“, gibt Rita Wick bekannt.

„Jeder Mensch kann in seinem Leben von Ereignissen, Problemen oder Erkrankungen getroffen werden, die er nicht alleine bewältigen kann oder möchte. Dann kann eine Selbsthilfegruppe sehr hilfreich und entlastend sein. Wir hoffen, dass viele die Gelegenheit nutzen werden, sich am Selbsthilfetag über die Gruppen zu informieren,“ wünscht sich Monika Klumpe zum Abschluss.

Hintergrund BeKos Oldenburg

In Oldenburg und Umgebung gibt es über 220 Selbsthilfegruppen. Die Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen (BeKoS) gibt es seit 1985. Sie hat ihren Sitz in der Lindenstraße 12 a in Oldenburg. Sie ist eine Beratungsstelle für alle, die Kontakt zu Selbsthilfegruppen suchen, eine neue Selbsthilfegruppe gründen möchten und Unterstützung für die eigene Selbsthilfegruppe suchen.Sie berät und informiert über Möglichkeiten der Selbst- und Fremdhilfe, vermittelt Kontakte, unterstützt bei Gruppengründungen und veranstaltet Fortbildungen und Seminare.

Weitere Informationen unter www.bekos-oldenburg.de










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Weiterführende Informationen:
www.bekos-oldenburg.de

Ihr Ansprechpartner:
Monika Klumpe, eMail info@bekos-oldenburg.de

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