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Aktion gegen den Schmerz

Mehrere Millionen Deutsche leiden unter Schmerzen – Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, aber auch Schmerzen nach operativen Eingriffen oder Schmerzen bei Tumorerkrankungen. Am sechsten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“, initiiert von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., beteiligt sich auch das Klinikum Oldenburg mit einer Veranstaltung. Am Dienstag, 5. Juni (15 – 18 Uhr) heißt es im Klinkum „Aktionstag gegen den Schmerz“. Veranstalter sind die Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS-Klinik) und die Klinik für Palliativmedizin. Im Foyer des Klinikums (Rahel-Straus-Straße 10) und nebenan im Gesundheitshaus finden Workshops und Gespräche statt. Auch an den Infoständen stellen sich neben Selbsthilfegruppen die Expertinnen und Experten aus der Schmerztherapie, Radiologie, Psycho- und Physiotherapie u.v.m. den Fragen der Betroffenen, deren Angehörigen und Interessierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Oldenburg/deutschlandweit, den 24. Mai 2018.

„Statistiken zeigen, dass im Bundesdurchschnitt rund die Hälfte aller Betroffenen unzureichend behandelt wird und unnötig leidet“, weiß Dr. Carsten Bantel, Oberarzt in der AINS-Klinik, „wir wollen das ändern und beteiligen uns deshalb am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz.“ Dr. Silke Schumann-Binarsch, die die Klinik für Palliativmedizin kommissarisch leitet, in der die Schmerzbehandlung eine große Rolle spielt, schließt sich nicht nur Dr. Bantels Meinung an, sondern beteiligt sich mit ihrem Team an dieser Aktion: „Wir geben gemeinsam Einblicke in die verschiedenen Methoden der Schmerzbehandlung und wie sie im Klinikum interdisziplinär abgestimmt wird.“ Dabei geht es auch sehr praxisnah zu: Wie funktioniert zum Beispiel eine Schmerzpumpe? Wie können Gespräche oder auch physiotherapeutische Ansätze helfen? Oder auch wie können Betroffene trotz Schmerzen und Medikamenteneinnahme essen? Und nicht zuletzt wird auch Frage beantwortet: Wie geht es zu Hause mit der Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten weiter? Auch die Selbsthilfegruppen stellen sich an diesem Tag vor, unter anderem die Rheuma-Liga Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und auch die Cannabis-Patientenhilfe Oldenburg.

Schmerztherapie im Klinikum Oldenburg:
Das Klinikum hat innerhalb der AINS-Klinik speziell geschulte Schmerztherapie-Teams. Ein Team kümmert sich um die ambulante Schmerzbehandlung bei zumeist chronischen Erkrankungen und ein anderes Team erarbeitet innerhalb des Klinikums zusammen mit den der jeweiligen Klinik individuelle Konzepte zur Schmerzbehandlung für die stationär aufge¬nommenen Patientinnen und Patienten. Jährlich finden fast 10.000 Schmerz¬behand¬lungen am Klinikum statt. Davon entfallen 650 auf ambulante Schmerzbehandlung, 1.000 auf innerklinische Schmerzkonsile und 7.900 auf Visiten durch den Akutschmerzdienst.