Portal Notfall Aufnahme

Pressemitteilungen

Hybrid-OP schließt OP-Großbaustelle ab

Die Sanierung und Erweiterung des Zentral-OPs war eine der ganz großen Baustellen im Klinikum Oldenburg. Begonnen hat alles 2009 mit dem Neubau der HNO-MKG-OPs, der 2013 dann eröffnet wurde. 2010 startete zudem der Neubau der herzchirurgischen OPs über dem Wirtschaftshof, der am 17. Januar 2014 im Beisein der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt offiziell eröffnet wurde. Und jetzt ist nach rund vier Jahren Bauzeit auch die Sanierung des alten Zentral-OPs abgeschlossen. Bereits seit Juni wird in neun der zehn neuen OP-Säle des Zentral-OPs gearbeitet. Zum krönenden Abschluss dieser Großbaustelle wurde nun am Samstag, 4. November 2017 der Hybrid-OP, wieder unter den Augen von Gesundheitsministerin Cornelia Rundt, seiner Bestimmung übergeben.

Oldenburg, den 7. November 2017.

Die größte Herausforderung dieser Baumaßnahme war es, im laufenden Betrieb des Klinikums den Zentral-OP zu sanieren und umzubauen. Jetzt kehrt, was den Baulärm angeht, Ruhe im OP und die umliegenden Bereiche ein und andere Geräusche, alltägliche Krankenhausgeräusche, werden wieder zu hören sein. Aber Vorstand Dr. Dirk Tenzer schaut bereits in die Zukunft: „Der neue Zentral-OP mit seinen zehn lichtdurchfluteten OP-Sälen, die alle mit modernster Technik ausgestattet sind, ist zwar ein Abschluss der Baumaßnahmen im OP-Bereich, aber mitnichten ein Abschluss der Baumaßnahmen im Klinikum. Im Gegenteil, er ist ein erster Baustein einer ganzer Reihe von großen Baumaßnahmen, die in den kommenden Jahren die Struktur des Klinikums Oldenburg grundlegend verändern werden und die gewährleisten, dass den Patientinnen und Patienten des Klinikums Oldenburg auch in Zukunft modernste medizinische Behandlungsmethoden und Innovationen zur Verfügung stehen.“

Der Hybrid-OP
Im Hybrid-OP sind modernste herz- und gefäßchirurgische Eingriffe möglich. Er stellt eine Verbindung von kardiologischem Herzkatheterlabor und herzchirurgischem Operationssaal inmitten einer hochmodernen OP-Anlage dar. Kardiologen, Herz- und Gefäßchirurgen, Radiologen und Anästhesisten werden in diesem speziellen OP Hand in Hand arbeiten. Damit werden im Herz-Kreislaufzentrum Oldenburg Patientinnen und Patienten noch effizienter und schonender behandelt werden können.

Eine Behandlung, die vor allem dort stattfinden wird, ist die TAVI-Methode, bei der Kardiologen unter Anwesenheit eines Herzchirurgen eine geschädigte Herzklappe mittels Katheter ersetzen. Aber auch bei Einrissen der Aortenwand oder krankenhaften Erweiterungen der Hauptschlagader können im Hybrid-OP minimalinvasive Eingriffe über einen kleinen Schnitt in der Leiste durchgeführt werden. Eine Besonderheit des Hybrid-OPs ist die moderne Röntgenapparatur, die 3D-Bilder in Echtzeit abbildet. Es handelt sich dabei um ein robotergeführtes Gerät, das mit dem OP-Tisch koordiniert ist und somit aus allen Lagen 3D-Bilder liefern kann.

Zahlen und Daten um den neuen Zentral-OP
Im Klinikum Oldenburg werden jährlich ca. 25.000 Eingriffe in 21 OP-Sälen und anderen Eingriffsräumen vorgenommen. Der Zentral-OP hat jetzt insgesamt 10 statt bisher acht OP-Säle.

Geplant war eine sogenannte Bruttogeschossfläche im Zentral-OP von 4.270m², geworden sind es durch Umplanungen und sogenannte Satellitenmaßnahmen 3.540m² mehr - also fast doppelt so viel. Der Zentral-OP ist jetzt zum Beispiel direkt an den Aufwachraum angeschlossen und auch rund um den medizinischen Bereich sind die Haustechnik und Versorgungswege neu aufgesetzt worden. Dadurch wurden insgesamt die Wege kürzer.

40.000 Meter Kabel und Leitungen für die Starkstromanlage, 31.000 Meter Datenkabel, 600 Schalter und Steckdosen, 230 Leuchten sind im Zentral-OP verbaut worden.

Die Kosten für den Zentral-OP (Neubau sowie Umbau und Sanierung des bisherigen Zentral-OPs) betrugen 32 Millionen Euro. Davon gab es Fördermittel vom Land in Höhe von 18 Millionen Euro. Der HNO/MKG-OP-Neubau kostete 21,3 Millionen Euro, dafür gab es Fördermittel in Höhe von 11 Millionen Euro. Somit liegen die Gesamtkosten für beide Maßnahmen bei 53,3 Millionen Euro. Abzüglich der 29 Millionen Euro Fördermittel wurde eine Summe von 24,3 Millionen Euro mit Eigenmitteln finanziert.