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Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie


Zahlen, Daten, Fakten

65 Betten
2 Stationen
66 Mitarbeiter

Im Jahr 2018

2.087Behandlungsfälle (DRG) insgesamt
1.331Operationen


Pressemitteilungen

Gleichstellungsbericht Klinikum Oldenburg

Im Land Niedersachsen gilt das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG). Hauptziele des 2011 novellierten und in seinen Vorgaben flexibler gewordenen NGG sind die Förderung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit für Frauen und Männer, sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern in den öffentlichen Betrieben. Eine Auflage gemäß diesem Gesetz ist die Erstellung des Gleichstellungplans, der bestehende und erforderliche Gleichstellungsmaßnahmen in Zahlen und Prozenten ausdrückt und diese transparent für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellt. Diesen Gleichstellungsplan hat das Klinikum nun in erster Auflage erstellt und veröffentlicht. Daraus resultieren auch Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie zur Gleichstellung der Geschlechter.

Oldenburg, den 17. Oktober 2019.

In diesem Gesetz steht nicht mehr ausschließlich die Frauenförderung im Fokus, sondern ausdrücklich das Ziel der Gleichstellung beider Geschlechter. Zudem wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als gleichrangiges Ziel des Gesetzes aufgenommen. „Unser Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern und eine Ausgewogenheit im Geschlechterverhältnis auf allen Ebenen anzustreben. Der Gleichstellungsplan kann dabei einen Beitrag zur Chancengleichheit beim beruflichen Fortkommen leisten“, erklärt Helga Surhoff, Gleichstellungsbeauftragte im Klinikum Oldenburg. Petra Köslich, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, ergänzt: „Mit dem Gleichstellungsplan formulieren wir auch Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Um diese Vereinbarkeit im Klinikum Oldenburg zu verbessern, gibt es schon länger u.a. Möglichkeiten in der flexiblen Arbeitszeitgestaltung, aber auch betriebliche Kindergartenplätze, Ferien¬betreuungsprogramme für Kinder oder auch in der Pflege die Ausbildung in Teilzeit.

Mit diesem Plan nimmt das Klinikum zum ersten Mal sehr strukturiert Stellung zu der quantifizierten Situation der Gleichstellung im Haus. Die Bestandsaufnahme der Beschäftigtenstruktur hat u.a. ergeben, dass 76,4% der Beschäftigten weiblich sind (Stand 12/2017). Zum Stichtag des Gleichstellungsplanes arbeiteten 2.890 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum, davon 42,2% (1.220) in Teilzeit. Nur 3,4% (98) von den 1.220 Mitarbeitenden in Teilzeit waren männlich. Die Pflege- und Funktionsbereiche stellen mit 51 % (1.475) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den größten Anteil, der überwiegende Teil ist dabei weiblich. Weiter hat die Bestandsaufnahme ergeben, dass sich beim ärztlichen Personal eine andere Verteilung zeigt: Bei den Assistenzärztinnen und -ärzten zeigt sich ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern, im Facharztbereich liegt die Verteilung weiblich/männlich sogar bei 60 % zu 40 %. Im Führungsbereich dieser Berufsgruppe ist die Frauenquote jedoch gering: hier beträgt der Frauenanteil gerade 22 %. Einer der Gründe hierfür wird darin vermutet, dass bei vielen Frauen mit dem ersten Kind häufig ein Karriereknick einsetzt. Aber auch männliche Mitarbeiter sind z.B. bei der Elternzeit noch zurückhaltend. Von 85 Mitarbeitenden in Elternzeit nutzen derzeit nur drei Väter dieses Angebot.

Zudem ist es an manchen Stellen durch die ausbaufähige Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen schwerer, Karriere zu machen. Deshalb möchte das Klinikum weitere Maßnahmen ergreifen und Anreize schaffen, um auch hoch qualifizierte Frauen für Führungspositionen zu gewinnen.

Um weiter die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu verbessern, sind u.a. im Gleichstellungsplan Ziele genannt. „Ein wichtiges Ziel gerade in Krankenhäusern ist die Verlässlichkeit der Arbeitszeit. Maßnahmen, um dies zu erreichen, sind Arbeitszeitmodelle zu entwerfen, die eine langfristige Planung der Dienstzeiten ermöglichen, aber auch kurzfristige Möglichkeiten der individuellen Arbeitszeitgestaltung in besonderen familiären Situationen bieten“, erklärt Fiam Lawson, Abteilungsleiter Personal im Klinikum. Personalreferent Heiko Kroon fügt hinzu: „Darüber hinaus zeigt der Gleichstellungsplan eindeutig auf, wo wir bereits aktiv Maßnahmen zum Abbau von Unterrepräsentanzen umsetzen, aber auch, in welchen Bereichen wir noch Handlungsbedarf haben.“

Der nächste Gleichstellungsplan soll voraussichtlich im Jahr 2021 veröffentlicht werden.


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